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Annabells Geschichte von Huhn Helma

Im Frühjahr haben alle Kinder der Klasse 2a Geschichten über das Huhn Helma geschrieben, das verreist. Es wurden tolle Geschichten und schöne Bilder dazu gemalt. Die Kinder lasen sich ihre Geschichten gegenseitig vor und hatten viele Spaß beim Zuhören, da das Huhn Helma in den Geschichten surfen ging und andere verrückte Sachen erlebte…
Annabelles Geschichte wurde immer länger und schließlich schrieb sie Zuhause weiter. Auf der Frankfurter Buchmesse traf Annabelle den Autoren Stefan Gemmel, dem sie von ihrer, nun endlich fertig geschriebenen Geschichte erzählte. Herr Gemmel war begeistert und bot Annabelle an, ihre Geschichte in einem Magazin zu veröffentlichen! Anbei die Fotos unserer jungen Autorin!

Elke Shin





Und hier die Geschichte:

Helma in Hühnerhausen

Helma war das kleineste Huhn auf dem Bauernhof. Sie wohnte mit 14 Hennen und einem Hahn zusammen. Aber irgendwann war es Helma zu langweilig zu picken und dabei den Kühen beim Jodeln zuzuhören. Also sagte sie zu den Hühnern: „Ich werde verreisen!“ und ging ins Bauernhaus, denn Familie Bauer wollte ebenfalls verreisen. Sie schmuggelte sich in den Koffer des kleinsten Kindes. Sie träumte, wie wäre auf einem Hühnerhof und alle würden sie bewundern und sie stolzierte hin und her, hin und her, hin und her.
Plötzlich wurde sie wach, weil das jüngste Kind der Familie ihren Koffer auf den Boden schleuderte und laut rief: „Wir sind da!“
Helma freute sich sehr, aber dann fragte sie sich: „Wo sind wir eigentlich?“ Sie brauchte gar nicht lange zu grübeln, denn schon drang der erste Lichtstrahl in den Koffer. Also packte sich Helma ihr Köfferchen und rannte unbemerkt aus dem Koffer des Kindes. Sie lief in die Küche, wo die Mutter das Fenster öffnete. Das ist ein günstiger Moment, dachte Helma. Sie konnte zwar nur kurze Strecken fliegen, aber diese schaffte die gerade so. Zum Glück hatte die Mutter sie nicht bemerkt. Sie lief ganz schnell über den Hof. Da sah sei einen Hühnerstall. Weil der Bauer das Tor offen gelassen hatte, konnte sie nämlich direkt hineinlaufen. Vor Schreck waren alle Hühner aus dem Stall und dem Auslauf gelaufen. Als sie sahen, dass es auch ein Huhn war, das zu ihnen gelaufen kam, kamen alle wieder herein und haben Helma umringt. Sie fragten Helma aus: „Woher kommst du?“, „Was machst du hier?“, „Wie bist du hierhergekommen?“ und „Wo kommst du her?“
Also erzählte Helma ihre lange Geschichte von ihrem Bauernhof in den Bergen, den jodelnden Kühen und ihrer Langeweile…
„Aber woher wusstest du, dass Familie Ba-u äh Familie Bauer verreist?“, fragte ein Huhn? Da antwortete Helma: „Weil Marie mit Frau Bauer immer die Hühner füttert und dabei in letzter Zeit laut sang „Wir fahren nach Hühnerhausen, wir fahren nach Hühnerhausen!“ Helma fragte: „Wisst ihr, was Maries Lieblingshuhn ist? – Ich! Ich, Helma! – Äh, ist das hier überhaupt Hühnerhausen?“ Die Hühner antworteten: „Ja, natürlich ist das hier Hühnerhausen.“ „Und wer kommt die Hühner füttern?“, fragte Helma. Da sagten die Hühner: „Herr Maier mit Pauline, der jüngsten Tochter; aber es dürfen auch immer Kinder, die hier zu Besuch sind, mitkommen.“ „Wer ist Herr Maier?“, fragt Helma. „Herr Maier, das ist der Besitzer des Hühnerhofes!“, gackerten die Hühner. „Bestimmt wird er fragen, ob die drei Kinder Lust haben, zum Hühnerfüttern mitzukommen.“ In diesem Moment kräht der Hahn: „Jetzt kommt er, er, der uns besitzt!“ Alle umringen Herrn Maier, als er das Futter verteilt. Er wurde von zwei Mädchen begleitet. Das eine war Marie, das andere Pauline. Herr Maier zählte die Hühner und bemerkte Helma. Er fragte: „Was ist das für ein Huhn?“ Marie reif erstaunt: „Das ist Helma! Mein Lieblingshuhn! Es muss sich wohl in den Koffer geschmuggelt haben.“ Marie freute sich riesig! „Was für ein verrücktes Huhn!“, lachte Herr Maier. Was Maire und Helma alles im Urlaub erlebten – das ist eine andere Geschichten und könnte Bände füllen…

Annabelle Christgen


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