Hier findet man den Briefwechsel mit unserer Partnerschule


November 2016 Post aus Dietersheim Brief an das Kollegium, Briefe der Klassen 1a, 2a, 3a, 4a mit Infos
Oktober 2016 Post aus Karengera Brief des Ministeriums über das Projekt "Malgespräche", Bilder der Klassen 1 - 4, Brief des Kollegiums und Briefe der einzelnen Klassen
Juni 2016 Post aus Dietersheim/Sponsheim Brief des Kollegiums, Briefe und Bilder der Klassen 1a, 2b, 3a,3b und 4b
Dezember 2015 Post aus Deutschland Brief des Kollegiums, Brief und Bilder der Klasse 3a, Briefe von Schülern der Klasse 4a, Brief und Steckbriefe der Klasse 2a
Dezember 2015 Post aus Karengera Brief des Kollegiums, Briefe der einzelnen Klassen, gemalte Bilder und 2 Banner
Juli 2015 Post aus Deutschland Brief des Kollegiums mit Infos über die Projektwoche, Brief der Klasse 2a mit Themen des Unterrichts. Briefe der Klasse 1a, 2b und viele Bilder und Bastelarbeiten
März 2015 Post aus Deutschland Brief des Kollegiums, Brief der Klasse 2a, Bilder und Bastelarbeiten
Februar 2015 Post aus Karengera Bilder von Schülerinnen und Schülern
September 2014 Post aus Karengera Briefe dem Kollegium und von Schülern
September 2014 Post aus Deutschland Brief des Kollegiums und Briefe, Bilder, Sammelmappen der einzelnen Klassen
Dezember 2013 Post aus Deutschland Brief des Kollegiums und Briefe, Bilder, Sammelmappen der einzelnen Klassen
Oktober 2013 Post aus Karengera Brief des Kollegiums und Brief der Klassenstufe 3 (regionale Früchte und deren Erntezeiten), Bilder von Schülern
Juli 2013 Brief des Kollegiums aus Karengera Bilder vom Bau der neuen Toilettenanlagen und der Einweihung der neuen Klassenräume
Juli 2013 Brief des Kollegiums aus Dietersheim und Sponsheim Beschreibung der Aktivitäten im Schuljahr 2012/2013
November 2012 Brief des Kollegiums aus Karengera Beschreibung des Schuljahres
Dezember 2012 Weihnachtspost aus Dietersheim und Sponsheim Grüße vom Kollegium und den einzelnen Klassen
Oktober 2012 Post aus Ruanda Antworten auf die Briefe aller Klassen, Schülerarbeiten
Juni 2012 Post aus Ruanda Zeichnungen der Schüler
Juni 2012 Post aus Dietersheim/Sponsheim Briefe aller Klassen
Februar 2012 Post aus Karengera Schülerarbeiten, Fotos, Informationen über die Schulfächer
November 2011 Post aus Karengera Schülerarbeiten und Wünsche für ein gutes Jahresende
November 2011 Post aus Dietersheim/Sponsheim Weihnachtsgrüße
September 2011 Post aus Karengera Aktivitäten während der Ferien
August 2011 Post aus Dietersheim/Sponsheim Infos über Fastnacht
  Post aus Karengera Schülerarbeiten und Bilder
November 2010 Post aus Dietersheim/Sponsheim Infos über unsere Ruanda-Themen-Woche in der Schule und den Spendenmarsch
24.10.2010 Post aus Karengera Infos über das Weihnachtsfest in Ruanda
25.05.2010 Post aus Karengera Infos über Aktivitäten im sozial Bereich (Hilfe für verwaiste Familien und die bedürftigen im Dorf...)
08.03.2010 Post aus Karengera Infos zu dem System "Bildung für alle"
Oktober 2009 Post aus Dietersheim/Sponsheim Infos über das Schuljahr an der Grundschule Dietersheim/Sponsheim, die Prokjektwoche, den Solidaritätsmarsch
29.09.2009 Post aus Karengera Neuer Name der Schule "GROUPE SCOLAIRE KARENGERA-GITWA"
18.05.2009 Post aus Karengera Infos über die Neuerungen des Schulsystems in Ruanda
Oktober 2008 Post von der Klasse 3a Dietersheim/Sponsheim an die Schüler Infos zu unserer Schule, Berufe der Eltern, den Flohmarkt am Schulfest,...
10.06.2008 Post aus Karengera von der Jahrgangsstufe 3 Infos über Geburt, Taufe und Hochzeit in Ruanda
10.06.2008 Post aus Karengera von der Jahrgangsstufe 6 Bericht über das Trimesterende, Landwirtschaft, Fischfang, Schulkleidung,...
November 2007 Post von der Klasse 3a Dietersheim/Sponsheim an die Schüler in Ruanda Bericht über Essen der deutschen Kinder, das Weihnachtsfest, das St. Martinsfest,..
November 2007 Post aus Dietersheim/Sponsheim an das Kollegium Infos über das Sportfest mit Sponsorenlauf für Ruanda,
14.05.2007 Post aus Karengera von der Klasse 6 b Infos über Schuljahr und Schultag, Unterrichtssprache,...
14.05.2007 Post aus Karengera von der Klasse 2 a Infos über die Klasse 2 a, deren Essen, Staatstrauertag in Ruanda, Weihnachtsfeier, Schuljahresablauf, Infos zu einzenen Kindern
Juli 2006 Post aus Dietersheim/Sponsheim Infos über unsere Schule und das Schulfest im Juli 2006
20.03.2006 Post aus Karengera Infos über Schule, Schülerzahlen, Lehrerzahlen...





November 2016

Bingen, 22. 11. 2016
Liebe Kollegen aus Karengera-Gitwa,

vielen Dank für den informativen Brief über die Situation an ihrer Schule. Vielen Dank auch für die Briefe der verschiedenen Klassen und die interessanten Zeichnungen.

Wir sind nicht ganz sicher, welche Zeichnungen bei dem Malprojekt „Malgespräche“ entstanden sind – die Ziffern zu den vier Fragen, zu welchen die Schüler gezeichnet haben, haben wir auf den Blättern nicht entdeckt.

Über die Fotos haben wir uns sehr gefreut! So können wir uns ein aktuelles Bild von Ihrem Kollegium und den Schülern machen.

Wir befinden uns in der Vorweihnachtszeit – ab dem 1. Dezember werden die Klassen weihnachtlich geschmückt und Foyer unserer beiden Schulgebäude wird je ein Tannenbaum aufgestellt, den unsere Schüler schmücken. Vom 22. Dezember bis zum 6. Januar haben wir Schulferien und am 31. Januar gibt es Halbjahreszeugnisse und Elterngespräche.

Zurzeit gibt es an unserer Schule keine besonderen Neuigkeiten. Alles geht seinen gewohnten Gang.

Zu dem Projekt, Ihrer Schule einen Sportplatz oder neue Klassenräume mitzufinanzieren, müssen wir Ihnen zu unserem Bedauern mitteilen, dass wir dafür nicht genügend Geld sammeln konnten. Unsere alljährliche Spendensammlung im Mai hat ungefähr 2050 € erbracht.

Wir wünschen Ihnen und allen Schülern und ihren Familien ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein glückliches und erfolgreiches Jahr 2017!

Mit Gottes Segen

Das Kollegium der Grundschule Bingen-Dietersheim


Brief der Klasse 1a



Bilder:



Brief der Klasse 2a


Bilder:



Brief der Klasse 3a


Fotos:



Brief der Klasse 4a
in Englisch


in Deutsch:


Bilder:



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September 2016

Brief der Koordinatorim für Schulpartnerschaften






Brief des Kollegiums aus Karengera-Gitwa vom 07.09.2016

Liebe Kollegen aus Bingen-Dietersheim,

haben Sie vielen Dank für Ihren letzten Brief, die schönen Zeichnungen und die verschiedenen nützlichen Informationen, die Sie uns gegeben haben. Wir bedanken uns ebenfalls für Ihr Projekt, einen befestigten Sportplatz an unserer Schule zu bauen.

Jetzt sind wir im dritten Trimester, welches am 8.August begonnen hat. Das Schuljahr begann am 8. Februar. Wir hatten 1.201 Schüler und 38 Lehrer. Heute sind es 1.232 Schüler, weil 31 Schüler durch Hausbesuche von Lehrern am Ende des ersten Trimesters dazu gebracht wurden, die Schule (deren Besuch sie abgebrochen hatten) wieder zu besuchen. Wir haben 38 Lehrer. Wie auch immer, Mukankiko Betty (die Sportlehrerin, die an der Fortbildung „Sports for Peace“ teilgenommen hatte) ist nicht mehr hier. Sie wurde Leiterin der benachbarten Berufsschule.

Unsere Schülerzahlen im Einzelnen: (Siehe Originalbrief)



Wir sind dabei, die neuen Lehrpläne, bekannt als „Kompetenzbasiertes Curriculum“ zu implementieren. Aber es ist nicht einfach, besonders weil uns dazu Unterrichtsmaterial wie Bücher, Schaubilder, etc. fehlen. Dieses neue Programm wird in den Stufen 1 und 4 der Grundschule und 1 und 4 der Sekundarschule umgesetzt.

In der Grundschule haben wir noch den Zweischichtbetrieb. Es stimmt, was Sie in Ihrem Brief gesagt haben: wir müssen hart arbeiten. In der Sekundarschule hat sich der Stundenplan geändert: Der Unterricht beginnt jetzt um 8.00 Uhr und endet um 16.20 Uhr.

Was die Imihigo betrifft, hier in Ruanda sind wir dazu gezwungen. Nicht alle Leute realisieren ihre Imihigo (3 selbst gesteckte Ziele, die in einem best. Zeitraum erreicht werden müssen) vollständig. Wenn das passiert, werden die Gründe dafür von den Autoritäten ausgewertet. Wenn das Problem vom Chef herrührt, geben sie ihm Ratschläge, wenn es nicht sehr kompliziert ist. Aber wenn die Ergebnisse sehr schlecht sind, können sie ihn stoppen und sich einen neuen Chef suchen. Wenn an der Schule eine große Anzahl von Schülern die Prüfungen nicht schafft, wird in der Regel der Schulleiter ausgetauscht.

Bezüglich des Musikunterrichts, den vermitteln wir theoretisch. Die Schüler lernen etwas über das Notensystem und die verschiedenen Musikinstrumente. Auch wenn wir keine Instrumente haben, mögen unsere Schüler das Singen, sodass jede Klasse mindestens einen Chor hat. Die Chöre singen während der Elternversammlungen, im Gottesdienst und so weiter.

Lasst uns diesen Brief beenden, indem wir Ihnen gute Arbeit wünschen.


Post an die Kinder der 1. Klasse

GS Karengera-Gitwa, Juli 2016, 1. Klasse

Liebe Freunde der ersten Klasse in Bingen-Dietersheim,

Wir freuen uns, euch zu grüßen.
Bevor wir von uns berichten, möchten wir uns gern bedanken für euren Brief, der uns mehr Informationen über eure Klasse und eure Schule geliefert hat.

Vom 22. April bis Juli dauerte unser Semester. In dieser Zeit haben wir verschiedene Sachen gelernt: Im Fach Kiyarwanda (unsere Landessprache) haben wir gelernt, Sätze zu schreiben und wir haben viele Geschichten in unseren Büchern gelesen.

In den Ferien werden wir unseren Eltern helfen beim Wäsche waschen, Essen kochen und beim Tiere füttern: Kühe, Ziegen, Schweine, Hühner, Kaninchen…. Aber wir werden auch Schulaufgaben wiederholen, vor allem Mathematik und Kinyarwanda.
Wie beschäftigt ihr euch in den Ferien?

Wir beenden unseren Brief mit Gottes Segen



Bilder der Schüler und Schülerinnen:




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Post an die Kinder der 2. Klasse

GS Karengera – Gitwa, 17.7.2016, Klasse P2

Liebe Freunde der zweiten Klasse in Bingen Dietersheim,

wir freuen uns Euch zu schreiben. Wie geht es Euch? Geht es euch gut? Als Erstes möchten wir uns für Eure ausführlichen Antworten danken.
Durch Eure Antworten haben wir gemerkt, dass wir Weihnachten auf die gleiche Art feiern wie ihr.

Wir lesen hier auch Geschichten in der Schule und die Schüler mögen diese sehr. Wir lesen die Geschichten in Büchern und manchmal erzählt ein Lehrer uns seine eigene Geschichte und wir sollen dann auch eine eigene Geschichte erzählen. So ist es auch mit Musik. Der Lehrer bringt uns Lieder bei und danach fragt er uns, ob jemand ein Lied kennt, das er der Klasse beibringen kann. Wir haben zwei Chöre in der Klasse.

Unsere Klasse besteht aus zwei Teilen, die zu unterschiedlichen Zeiten unterrichtet werden. Die erste Gruppe beginnt um 7.30 Uhr und endet um 11.40 Uhr. Die zweite Gruppe beginnt um 12.40 Uhr und endet um 17.00 Uhr. Für viele Schüler ist die Schule sehr weit entfernt, sodass manche Schüler ca. eine Stunde laufen müssen. Zur weiterführenden Schule müssen manche Schüler 2 Stunden laufen. Das ist sehr schwierig während der Regenzeit.

Jetzt sind wir am Ende des zweiten Halbjahres, das im April begann. Die Schule endet am 22. Juli und zwei Wochen später beginnt sie wieder. Dieses Halbjahr war sehr schwierig wegen der Trockenzeit. Wann habt ihr die Trockenzeit bei euch? Geht ihr zur Schule in dieser Zeit?

Grüßt Eure Brüder, Schwestern, Eure Eltern und Eure Lehrer.
Gott segne Euch.

Bilder der Schüler und Schülerinnen:




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Post an die Kinder der 3. Klasse

GS – Karengera-Gitwa, Le 17/7/2016, Class of P3

Liebe Schüler der 3. Klasse von Bingen-Dietersheim,

Wie geht es Euch?
Wir möchten uns ganz herzlich für euren letzten Brief bedanken, der uns Neuigkeiten von Euch berichtet hat. Ebenso vielen Dank für Eure wunderschönen gemalten Bilder und die Fotos.

Wir haben hier in der Schule zwei Kühe. Es gibt eine Person, die sich um sie kümmert aber wir helfen ihr manchmal, besonders während der Trockenzeit, wenn es sehr schwierig ist, Gras zu finden. Auch wenn es schwer ist, Gras zu finden, halten die Menschen Kühe, um Milch und Dung zu haben. Sie halten auch Ziegen, Schweine, Hühner, Hasen usw. Jedoch halten sie wenige Tiere, nur ein oder zwei.

Unsere Schule befindet sich in der Nähe des „Kivu Sees“ aber die meisten Schüler können nicht schwimmen weil die Eltern sie dort nicht hingehen lassen, da schon viele ertrunken sind. Wir können zum See wandern aber wir können nicht schwimmen, außer es ist jemand da, der es uns beibringt. Auch viele Lehrer können nicht schwimmen.

Zum Angeln: Hier gibt es ein paar Fischer (Angler) aber die erste Voraussetzung zum Angeln ist, dass man schwimmen kann, weil es ja verschiedene Unfälle beim Angeln geben kann. Deshalb gibt es keine Kinder, die angeln. Das andere Problem ist, dass die Angler nachts fischen, wenn es leicht ist, die Fische zu fangen, weil diese dem Licht der Lampen folgen, die an den Fischerbooten hängen. Aber es gibt nicht viele Fische im Kivu See, weil dort zu viel Methangas ist.

Außer Tiere hüten kultiviert man mit Hacken Ackerland in unserer Region. Die Menschen bauen Getreide, Bohnen, Bananen, Reis, Kartoffeln, Karotten, Tomaten, Maniok, Kohl und Kaffee an.

Aber der Ertrag ist sehr gering. Manche jungen Leute transportieren mit Motorrädern andere Leute und andere machen Geschäfte in kleinen Läden. Aber die meisten Leute leben von der Landwirtschaft.

Ihr habt erzählt, dass Landwirtschaft bei Euch nicht so einfach ist. Was sind die Hauptberufe in Bingen?

Vielen Dank, bis zum nächsten Mal.

Bilder der Schüler und Schülerinnen:




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Post an die Kinder der 4. Klasse

Klasse 4, Karengera-Gitwa, 18.07.2016

Liebe Freunde der vierten Klassen aus Bingen-Dietersheim,

zuallererst möchten wir uns für Euren Brief bedanken, durch den wir viel Information über Eure Schule bekommen haben.

Ihr habt uns geschrieben, dass Ihr einen Ausflug gemacht habt. Das ist sehr interessant. Hier an unserer Schule können wir solche Ausflüge nicht unternehmen. Wir sollten es schon machen, aber so etwas ist sehr teuer und weder unsere Schule, noch unsere Eltern sind in der Lage, die Kosten zu bezahlen.

Wie auch immer, manchmal besuchen wir Orte in der Nähe der Schule während einiger Schulstunden am Vormittag und kehren dann schnell wieder in die Klasse zurück. Zum Beispiel haben wir im ersten Trimester das Gesundheitszentrum von Karengera besucht. Im Mai haben wir das VTC (Vocational Trainings Center), das Berufsschulzentrum besucht. Es ist nur 200 m entfernt.

Im dritten Trimester werden wir das Internat der Groupe Scolaire Karengera-Gitwa „Umucuyu“ besuchen.

Wenn wir auch nicht weit gehen, sind die Schüler doch sehr glücklich darüber, weil wir erfahren, was in diesen Einrichtungen passiert. Wenn wir also einen bestimmten Service brauchen, wissen wir schon, wohin wir gehen müssen und was dort geschieht.

Im Karengera Gesundheitszentrum haben wir zum Beispiel die Rezeption, das Labor, den Kinderraum, den Frauenraum und zwei Behandlungsräume besichtigt.
Das ist wichtig, denn es kann hilfreich sein, wenn man krank wird oder wenn man jemanden besuchen möchte, der krank ist.
Im Gesundheitszentrum gibt es keinen Arzt, nur zwei Krankenschwestern. Ärzte sind im Krankenhaus. Hier in Ruanda gibt es in der Regel ein Gesundheitszentrum in jedem Sektor und in jedem District ein oder zwei Krankenhäuser. Ruanda hat 416 Sektoren und 30 Distrikte.

Vielen Dank für das Lesen unseres Briefes.

Wir wünschen Euch Gottes Segen.

Bilder der Schüler und Schülerinnen:




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Bingen, Mai 2016

Die Post für unsere Partnerschule in Ruanda ist fertig. Zahlreiche Bilder, Fotos und Briefe des Kollegiums und der Klassen 1a, 2b, 3a, 3b, 4b wurden verschickt.




Brief des Kollegiums:

Sehr geehrter Herr Direktor, liebe Kollegen ,

wie geht es Euch in Karengera/Gitwa?

am 7. September 2015 sind wir in dieses Schuljahr gestartet, welches am 15. Juli mit der Ausgabe der Jahreszeugnisse enden wird. Uns geht es gut und wir wollen Euch von einigen Aktivitäten an unserer Schule seit unserem letzten Brief im Dezember, berichten.

Da im April der Welttag des Buches ist, haben wir dieses Jahr für die Schüler eine musikalische Autorenlesung organisiert.

Herr Sell kam mit mehreren Gitarren, um den Kindern Gedichte musikalisch vorzutragen. Dabei lud er die Kinder zum Mitklatschen ein, spielte auf einer selbstgebastelten „Bratpfannen-Gitarre“ und rockte am Schluss die Turnhalle mit seiner E-Gitarre!

Im April fand auch unser jährlicher Schullesewettbewerb statt. Drei gute Leser aus jeder Klassenstufe müssen ein Buch vorstellen und daraus vorlesen. Anschließend bekommen sie einen unbekannten Text, den sie lesen und zu dem sie Fragen beantworten müssen. Die Sieger des Schulwettbewerbes nehmen an dem Lesewettbewerb Ende Mai aller fünf Binger Grundschulen teil. Unsere Schulsieger stehen schon fest und sind auf unserer Homepage (www.grundschule-dietersheim.de) zu sehen. Alle Schulsieger haben einen Buchgutschein gewonnen. Wir sind gespannt, ob ein Schüler unserer Schule beim großen Lesewettbewerb gewinnt!

Ende April hatten wir unser jährlich stattfindendes Fußballturnier der dritten Klassen von vier Binger Grundschulen. Zum ersten Mal hat dabei eine Klasse unserer Schule gewonnen. Die Klasse 3a berichtet in ihrem Brief darüber. Die Kinder sind sehr stolz auf ihren Sieg!

Am 3. Mai haben wir wieder unseren Solidaritätsmarsch für Eure Schule unternommen, und haben dabei 2.050 Euro an Spenden gesammelt. Im Unterricht haben wir in dieser Woche das Thema „Ruanda“ behandelt. Am 12.Mai waren drei ruandische Studenten, die in Bingen Agrarwissenschaften studieren, in der Schule und haben den Kindern einiges über den Alltag und die Schule in Ruanda erzählt. Anschließend haben sie mit ihnen traditionelle Spiele gespielt. Die Schüler waren begeistert, und auch den Studenten hat der Besuch Freude gemacht.

Die vierten Klassen machen zurzeit ein Radfahrtraining. Es gibt eine praktische und eine theoretische Prüfung. Wer die Prüfungen besteht, erhält einen Fahrradführerschein. Da wir sehr viel Verkehr auf den Straßen haben, und weil es so viele Verkehrsschilder gibt, die man auch als Radfahrer kennen muss, ist das Fahrradtraining sehr wichtig.

Vor dem Schuljahresende haben wir noch einen Experimentiertag vor. Die Lehrer bereiten Versuche zu den Themen: Licht, Wind und Wasser vor – jeder Lehrer bietet einen Versuch zu einem der drei Phänomene an. Die Schüler sollen in Experimenten erfahren, dass man mit diesen Naturkräften Energie gewinnen kann. An diesem Tag wechseln die Schüler jeweils nach einer Stunde den Klassenraum, um in dem nächsten Raum ein neues Experiment durchzuführen. Dazu bekommen sie einen Hefter, in den sie ihre Arbeitsblätter und Versuchsprotokolle einheften.

Was gibt es Neues bei Euch? Wie hat bei Euch das neue Schuljahr im Februar mit den neuen Lehrplänen gestartet?

Mit herzlichen Grüßen

Schulleitung und Kollegium der Grundschule Bingen-Dietersheilm


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Brief der Klasse 1a


Ein paar der mitgeschickten Bilder:


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Brief der Klasse 2b



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Brief der Klasse 3a

Liebe Kinder der dritten Klasse,

Wie geht es Euch und wie verläuft Euer Schuljahr bisher?

heute wollen wir Euch vom Binger Schulturnier der dritten Klassen erzählen. Es war ein Fußballturnier, an dem 9 Klassen aus 4 Schulen teilnahmen.

Die ersten vier Spiele gewann unsere Klasse: 6:0, 7:0, 6:0 und 4:3. Als Gruppensieger kamen wir ins Finale und gewannen gegen den Sieger der anderen Gruppe mit 1:0.

So gewannen wir das Turnier. Der Bürgermeister überreichte uns einen 30 cm großen Pokal!

Im Team spielten: Lisa, Ecrin, Mina, Lena, Nikola, Philip, Felix, Ben, Emil, Marcus, Eric und Leon.

Auf dem Platz waren immer 7 Spieler, darunter 2 Mädchen. Es wurde ständig ausgewechselt. Jedes Spiel dauerte 15 Minuten.

Dieses Turnier wird seit 8 Jahren jedes Jahr auf dem Sportplatz in Dietersheim ausgetragen, und dieses Jahr hat zum ersten Mal eine Mannschaft unserer Schule gewonnen. Das lag daran, dass es in unserer Klasse viele Jungs und auch zwei Mädchen gibt, die im Verein spielen. Wir sind mächtig stolz auf unseren Pokal!

Wir sind gespannt, Neuigkeiten von Euch zu erfahren und wünschen Euch alles Gute.

Viele herzliche Grüße

von der Klasse 3a

Ein paar der mitgeschickten Bilder:


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Brief der Klasse 3b


Ein paar der mitgeschickten Bilder:



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Brief der Klasse 4b


Ein paar der mitgeschickten Bilder:


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Bingen im Dezember 2015

Brief des Kollegiums:

Liebe Kolleginnen und Kollegen der Groupe Scolaire Karengera/ Gitwa,

vielen Dank für Ihren Brief, die schönen Zeichnungen und wunderbaren Banner! Besonders grüßen möchten wir Ihren neuen Direktor, Herrn Ntihemuka Dieudonné.

Wir haben das Schuljahr 2015/16 mit 149 Schülern begonnen, zwei Schüler sind bisher weggezogen. Zurzeit haben wir neben unserer Schulleiterin sieben Lehrer an unserer Schule, die etwas geschrumpft ist, da wir mit den 23 Erstklässlern in diesem Schuljahr nur eine erste Klasse bilden konnten. Die Klassen zwei bis vier sind weiterhin zweizügig. Aus diesem Grund wurde eine Kollegin an eine andere Schule abgeordnet.

Zum Ende des letzten Schuljahres konnten wir 15 Schüler aus den beiden vierten Klassen an ein Gymnasium empfehlen und 18 Schüler an eine Realschule Plus. Die Empfehlung ist für die Eltern nicht verbindlich – Eltern, die für ihr Kind eine Realschulempfehlung bekommen haben, können es trotzdem an einem Gymnasium anmelden, und hoffen, dass es die Leistungserwartungen dieser Schule erfüllen kann.

Sie haben uns geschrieben, dass Sie sich in der Ferienzeit auf die neuen Lehrpläne vorbereiten müssen. In einer Fortbildungsveranstaltung über Schulpartnerschaften mit Ruanda hat unsere Kollegin, Frau Heins, auch von den neuen Lehrplänen, die in Ruanda eingeführt werden, gehört. Diese sollen sehr anspruchsvoll und ehrgeizig sein, wenngleich die entsprechenden Unterrichtsmaterialien noch nicht alle zur Verfügung stehen und die Rahmenbedingungen für das Lernen nicht einfach sind. Wir stellen uns die Unterrichtsvorbereitung mit neuen Lehrplänen nach einem achtstündigen Unterrichtstag fast unmachbar vor.

Wir wünschen Ihnen aus ganzem Herzen viel Energie und Erfolg bei der Arbeit mit den neuen Lehrplänen!

Frau Heins hat auch davon erfahren, dass in Ruanda alle Schuldirektoren Leistungsvereinbarungen – IMIHIGO – mit der vorgesetzten Behörde treffen, und drei Ziele für die nächsten drei bis fünf Jahre festlegen müssen. Es würde uns interessieren, zu erfahren, welche Ziele für Ihre Schule vereinbart wurden?

Zwischenzeitlich haben wir vom Koordinationsbüro Post bekommen mit Informationen und Fotos des Sportworkshops „Sports for Peace“, an dem Ihre Kollegin Mukankiko Betty teilgenommen hat. Wir haben uns darüber sehr gefreut und gratulieren dazu. Viel Erfolg wünschen wir für die Umsetzung der neuen Methoden an ihrer Schule!

Durch die Situationsberichte und die letzten Briefe von Ihnen und verschiedenen Klassen haben wir zur Kenntnis genommen, dass Sie einen befestigten Sportplatz an Ihrer Schule vermissen. Da wir im kommenden Jahr ein Schulfest zur Feier des 30jährigen Bestehens unserer Turnhalle und unseres Schulgebäudes unter Beteiligung der örtlichen Vereine planen, überlegen wir, ob es möglich wäre, in diesem Rahmen eine Spendenaktion für den Bau eines befestigten Sportplatzes auf Ihrem Schulgelände zu initiieren. Wir haben erfahren, dass wir dafür einen Landesmittelzuschuss von 80% vom Land Rheinland-Pfalz beantragen können, wenn wir 20% der Kosten selbst aufbringen. Dazu müssten etwa 4.000 bis 5.000€ einsammeln. Das ist für unsere kleine Schule eine enorme Summe. Daher wollen wir nicht zu viel versprechen, aber vielleicht gelingt es uns, genügend Sponsoren und Spendengelder zusammen zu bringen.

Unsere Schulleiterin, Frau Donovitz, ist Musiklehrerin und wüsste daher gerne mehr über den Musikunterricht an Ihrer Schule – gibt es Musikinstrumente oder wird das Fach rein theoretisch unterrichtet? Und haben sich durch den Stromanschluss neue Möglichkeiten für die Unterrichtsgestaltung ergeben?

Bezüglich eures letzten Briefes wüssten wir gerne, was passiert, wenn mehr als die vorgegebenen 10% der Schüler eine Klasse wiederholen müssen?

Zum Schluss wünschen wir Ihrem Kollegium, allen Schülern und ihren Familien ein glückliches, friedliches und erfolgreiches Jahr 2016!

Mit herzlichen Grüßen

Das Kollegium der Grundschule Bingen-Dietersheim


Brief der Klasse 2a
Grundschule Bingen-Dietersheim, Dezember 2015
Liebe Freunde der zweiten Klassen,

vielen Dank für euren Brief.
Auch uns geht es gut und wir möchten euch gern eure Fragen beantworten:
In unserer Klasse sprechen wir deutsch, aber wir lernen auch englisch. Unser Unterricht findet auf deutsch statt und wir mögen die Schule.
Jetzt, im Dezember, singt die ganze Schule jeden Montag zusammen Weihnachtslieder.
Im Moment beschäftigen wir uns im Sachunterricht mit dem Thema Licht und machen Experimente. Wir haben im Deutschunterricht viele Märchen gelesen und sogar unsere eigenen Märchen geschrieben!

An unserer Schule gibt es die Klasse 2a und 2b. Wir sind die Klasse 2a mit 24 Schülern. Unsere Klassenlehrerin heißt Frau Shin. Zur Schule laufen wir nicht so weit wie ihr, nur 10 – 20 Minuten. Unser Unterricht dauert von 8.00 – 12.00 Uhr. Bei uns in Deutschland geht man zur Schule, wenn man 6 Jahre alt ist.

Jetzt freuen wir uns alle auf die Weihnachtszeit.
Grüßt eure Lehrer und Eltern von uns!
Viele Grüße
Klasse 2a


Steckbriefe der Klasse (auf Französich):



Brief und Bilder der Klasse 3a





Briefe von Kindern der Klasse 4a:




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Karengera, November 2015

Brief des Kollegiums

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
zunächst wollen wir uns vor allem für die Geschenke, die Sie uns geschickt haben, bedanken.

Wir sind sehr glücklich, Ihnen in diesem Brief unsere derzeitigen Schulneuigkeiten mitzuteilen.

Wir haben unser akademisches Jahr am 20. Januar 2015 begonnen. Seit diesem Zeitpunkt hat die Schule einen neuen Direktor, mit dem Namen Ntihemuka Dieudonné.

Der vorherige Direktor wurde an eine andere Schule versetzt, gemäß dem Wechsel zwischen Schulleitern im Bezirk. Außerdem haben wir einen amerikanischen Volontär, James Taylor vom Friedenskorps (Nichtregierungsorganisation der USA).

Wir haben mit 1.283 Schülern begonnen, von diesen waren 50 in der Vorschule, 557 in der Grundschule und 676 in der weiterführenden Schule. Die Ergebnisse unserer Schüler in dem nationalen Examen des letzten Jahres sind interessant. In der Grundschule haben 99%, von den älteren im 3. Jahr 90 % und von den Älteren im 6. Jahr 98,7 % der Schüler bestanden.

Heute haben die Schüler ihr Mittagessen in der Schule. Die Eltern haben Geld bezahlt, um dies zu ermöglichen. Hierfür gibt jede Familie 4000 Francs im Monat. Allerdings haben wir auch viele Schüler, die kein Mittagessen bekommen, da ihre Eltern sehr arm sind. Zudem haben wir keine Mensa. Die Schüler benutzen ihre Klassenräume als Speisesaal. Wir sind nicht gut ausgerüstet für Sport und Freistunden, da die Schule keine Sportplätze für die verschiedenen Sportarten hat.

Auf Grund der erbrachten Leistungen in den nationalen Examen hat sich die Zahl der Schüler in P1 auf 123 und bei Älteren aus Jahr 4 auf 38 erhöht. Außerdem ist bemerkenswert, dass wir keine schwangeren Mädchen an der Schule haben.

Wir bereiten uns darauf vor, das Akademische Jahr, so wie es vorgegeben ist, am 6. November zu beenden. Die Lehrer werden verschiedene Schulaktivitäten weiter führen, so z.B. pädagogische Schulungen zu den neuen Lehrplänen, Besuche bei den Familien, deren Kinder die Schule abgebrochen haben und das Anwerben neuer Schüler.

Wir wünschen Frieden und Gottes Segen

die Lehrer der GS Karengera-Gitwa


Brief an die Klasse 1

Liebe Freunde der Klasse1 aus Bingen-Dietersheim,

Wie geht es euch? Hier in Karengera Gitwa geht es uns gut. Wir sind jetzt am Ende des dritten Trimesters, das am 17. September2015 begonnen hat.
Generell beginnen wir ein Trimester am ersten Tag damit, die Schule zu säubern. Nach dem Putzen nehmen wir an einem Treffen mit dem Direktor und den derzeitigen Vorsitzenden des Elternbeirats teil. Sie sagen uns, was wir für gute Noten und gutes Benehmen machen können.
Nach ihrer Rede stellen die Klassenlehrer ihre Wünsche und ihren Lehrplan (Programm) vor, der es der Klasse ermöglichen wird, erfolgreich zu sein.
Am darauffolgenden Tag beginnen wir damit, die Examen zu korrigieren und zu wiederholen bis zum Ende der Woche.
Ab der zweiten Woche beginnen wir mit dem Lehrplan (Programm) für das neue Trimester. Wir bekommen wieder Hausaufgaben und arbeiten in der Schule in Gruppen und manche Eltern kommen in die Schule, um ihre Kinder zu besuchen.
Wir werden mit dem Examen (Tests) im Oktober 2015 beginnen. Wir denken, dass wir sehr erfolgreich sein werden, weil unsere Klasse sehr aufmerksam ist. Wir werden im Januar 2016 an die Schule zurückkommen. Am Ende dieses Trimesters werden die Schüler der P6, Senior und Senior 6 die nationalen Examen ablegen.

Unser Lehrer hat uns über den Beginn unserer Partnerschaft und über deren Entwicklung berichtet. Obwohl die Partnerschaft älter ist als wir, wissen wir jetzt viele Dinge darüber. Zum Beispiel wissen wir, dass es in eurer Schule nur die Klassenstufen 1, 2, 3 und 4 gibt. Unser Lehrer hat uns erzählt, dass ihr nach 4 Jahren an eine andere Schule wechselt.

Wir haben außerdem verschiedene Bilder, Fotos und Geschenke gesehen, die ihr uns geschickt habt. Danke.

Lasst uns hier aufhören.
Möge Gott euch segnen.



Brief an die Klasse 2

Brief der Schüler des 2. Schuljahres

Liebe Freunde in Bingen-Dietersheim,

Wir freuen uns, euch zu grüßen. Wie geht es euch? Wir denken, es geht euch gut wie auch uns hier in Karengera-Gitwa.
Mit diesem Brief wollen wir euch gern die Neuigkeiten an unserer Schule und in den Klassen erzählen:

In unserer Klasse sind 108 Schüler: Die Klasse 2a hat 54 Schüler, die Klasse 2b auch. Wir sind alle 8 Jahre alt. Unser Klassenlehrer ist Herr Kayitare Ezechias. In Ruanda geht man mit 7 Jahren zur Grundschule. Wir laufen zwischen 3 und 4 Kilometern zur Schule, wenn unser Schulweg weiter ist.

Alle Schüler haben das Schuljahr erfolgreich bestanden. Die Schule hat die drei besten Schüler in jeder Klasse belohnt. Jeder hat einen Füller und ein Notizbuch bekommen. Deswegen gibt es jetzt einen großen Wettbewerb, denn jeder möchte nun der Beste werden.
In unserer Klasse mögen wir alle Fächer, vor allem Kinyarwanda und englisch. Lernt ihr fremde Sprachen? Bekommt ihr Belohnungen an eurer Schule?

Unser Unterricht ist in allen Fächern in der Sprache Kinyarwanda, außer im Englischunterricht. Welche Sprachen sprecht ihr im Unterricht?

Grüßt eure Lehrer und eure Eltern, Gott segne euch.


Brief an die Klasse 3

Liebe Freunde der dritten Klassen,

wie geht es euch?

Wir sind hier glücklich, wir sind im dritten Trimester, das am 17.August begonnen hat. Bis jetzt haben wir keine Schüler in unserer Klasse, die die Schule verlassen haben. Es geht uns gut.

Wir beginnen morgens um 7.20 Uhr mit dem Unterricht, wir haben um 9.30 Uhr Pause und die Schule endet für uns um 11.40 Uhr. Die andere Hälfte der dritten Klasse beginnt dann um 12.30 Uhr. Sie haben um 15.00 Uhr Pause und gehen um 17.00 Uhr nach Hause. Wir müssen das so machen, weil wir nicht genügend Klassenräume und Lehrer haben, um alle gleichzeitig in die Schule zu gehen.

Wie ist euer Stundenplan? Müsst ihr auch in zwei Schichten in die Schule kommen, wie bei uns in Ruanda? Wie dem auch sei, selbst wenn wir Pause haben, spielen wir nicht genug, weil wir auf dem Schulgelände keine Spielplätze haben.

Hier in Ruanda sind Schuluniformen vorgeschrieben. In öffentlichen Schulen tragen die Jungen ein Hemd und eine kurze Hose in Khaki; die Mädchen tragen blaue Kleider. Die privaten Schulen wählen ihre eigenen Uniformen. Sind in eurem Land auch Uniformen vorgeschrieben?

Vielen Dank für das Lesen unseres Briefes.

Gott segne euch



An die 4. Klassen in Bingen-Dietersheim/Sponsheim

Liebe Freunde der Klassenstufe 4, wie geht es Euch?

Was für Neuigkeiten gibt es in Eurer Schule und besonders in Eurer Klasse?

Hier bei uns ist es ein besonderes Schuljahr, weil wir uns an das zehnjährige Bestehen unserer Schulpartnerschaft erinnern können, die wir als einen Baum betrachten, der wächst und Früchte der Freundschaft hervorbringt. Unser Lehrer hat uns erzählt, wie die Schulpartnerschaft begonnen hat. Er hat uns verschiedene Bilder und Fotos, die ihr geschickt habt, gezeigt und verschiedene Geschenke, die wir von Euch bekommen haben. Schulpartnerschaft ist wundervoll.

Kurz gefasst sind wir am Ende des dritten und letzten Trimesters dieses Schuljahres, das am 17. August 2015 begonnen hat. Das 1. und 2. Trimester waren gut, so dass jeder gute Noten hat. Jetzt geben wir uns viel Mühe beim Lernen, weil wir wieder gute Noten haben wollen. Am Anfang dieses Trimesters war Sommer, es war sehr heiß, so dass das Lernen am Nachmittag sehr schwierig war. Trotzdem haben wir weiter gelernt.

Jetzt lernen wir auf Englisch, aber es war am Anfang sehr schwierig, weil wir in P 1, P2, und P 3 nur in Kinyarwanda unterrichtet wurden, aber jetzt versuchen wir es. Unser Englisch-Niveau hat sich gesteigert.

Unser Lehrer hat uns erzählt, dass ihr nächstes Jahr die Schule wechselt. Wie wählt ihr die neue Schule? Hier wechseln die Schüler mit guten Noten im nationalen Examen in p6 und senior 3 die Schule. Sie können auf die "School of excellence" wechseln. Die anderen Schüler bleiben an unserer Schule bis senior 6, wo sie ihr nationales Examen und ihre Zertifikate ablegen.

Wir danken Euch und wünschen Euch viel Glück!


Bilder der mitgeschickten Banner:


Hier ein paar Beispiele der mitgeschickten Schülerarbeiten:



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Grundschule Bingen-Dietersheim

Bingen, den 20. Juli 2015


Lieber Herr Direktor, Liebes Kollegium aus Karengera,

vielen Dank für Eure letzte Post. Wir haben weiterhin Interesse an unserer Partnerschaft.
In diesem Jahr feierten wir das 10jährige Bestehen unserer Partnerschaft mit einer Projektwoche und einem abschließendem Schulfest zum Thema Afrika.
Es gab verschiedene Projekte, an denen unsere Schüler wahlweise teilnehmen konnten:

• Kind sein in Ruanda
• Afrikanische Spiele
• Afrikanische Kunstwerkstatt
• Trommeln und Tanz
• Afrikanische Tiere aus Pappmache basteln
• Afrikanische Bastelwerkstatt
• Eine Zeitung über die Projekte wurde erstellt
• 2 Pfadfinder kamen mit ihrer Jurte und boten ein Naturprojekt an

Da alle Projekte an der GS Bingen-Dietersheim stattfanden, kamen alle Schüler, die sonst aufgrund unserer zwei Schulstandorte getrennt sind, zusammen. Das war für unsere Schüler ein tolles Erlebnis!
Auf unserem Schulfest gab es verschiedene Aufführungen bei der Feier zu Beginn und anschließend Stationsangebote für die Kinder.

Die Projektwoche und das Schulfest haben allen gut gefallen. Bilder dazu findet Ihr auf unserer homepage: www.grundschule-bingendietersheim.de

Vor Beginn der Projektwoche sammelten wir Spenden für Eure Schule und es gelang uns, 2.462,53 € zusammen zu bekommen!

Eine weitere gute Nachricht ist unsere Teilnahme an einem Wettbewerb für Nachhaltigkeit, den Europapreis 2015. Die Jury würdigte unsere langjährige Schulpartnerschaft mit einer Urkunde und einem Preisgeld von 200 €. Mit diesem Geld würden wir gerne die Anschaffung eines Computers für Eure Schule unterstützen.

Herzliche Grüße aus Bingen

wünscht die Rektorin und das Kollegium der Grundschule Bingen-Dietersheim


Liebe Kinder aus Karengera-Gitwa,

Bingen, Juli 2015

Wir sind die Kinder der Klasse 2a aus Dietersheim. Wir sind jetzt acht Jahre alt.
Am 24.Juli haben wir unseren letzten Schultag und bekommen unser Jahreszeugnis. Wenn die Schule am 7. September wieder beginnt, sind wir die Klasse 3a.
.
In diesem Schuljahr haben wir in Mathematik unter anderem gelernt:

- Sich im Zahlenraum bis 100 zu orientieren.
- Addition und Subtraktion bis 100.
- Das kleine Einmaleins.
- Rechnen mit Geld.
- Das Lesen der Uhr und rechnen mit Stunden und Minuten.
- Sachaufgaben, das heißt, es gibt ein Problem (die Frage) – man muss überlegen, welche   Rechnung zur richtigen Lösung führt; wenn die Rechnung gelöst ist, schreibt man einen   Antwortsatz.

Beispiel: Ben trainiert 5 mal in der Woche Fußball. .
Frage: Wie oft trainiert er in 4 Wochen? .
Rechnung: 5x4= 20.
Antwort: In 4 Wochen hat Ben 20 mal trainiert.

In Geometrie haben wir Spiegelzeichnungen gemacht – man muss eine geometrische Form seitenverkehrt neben die Spiegelachse zeichnen: .



Das geht auch mit komplizierten Formen. Manche Buchstaben haben eine Spiegelachse: .

In Deutsch haben wir Wörter nach dem Alphabet sortiert, Diktate geübt, Steckbriefe geschrieben, die Wortarten Nomen, Verb und Adjektiv kennengelernt und lesen geübt. .
.
Im April hatten wir einen Lesewettbewerb, an dem aus jeder Klasse drei Kinder teilnehmen durften. Nikola hat für Klassenstufe 2 den ersten Platz gemacht, Amelie den zweiten Platz. .
.
Im Mai durfte Nikola an dem Lesewettbewerb der 7 Binger Grundschulen teilnehmen und gewann den zweiten Platz für Klassenstufe 2. Wir sind stolz auf ihn! .
.
Im Sachunterricht haben wir etwas über .
- Die Sinnesorgane und ihre Funktion (Augen, Nase, Zunge, Haut, Ohren) .
- Pflege und Bedürfnisse von Haustieren (Hund, Katze, Vögel, Kaninchen) .
- Über die Pflanzen und Tiere auf der Wiese und über Schmetterlinge gelernt. Im Schulgarten haben wir Bohnen angepflanzt. Wir haben auch kleine Experimente zu Luft und Wasser gemacht. .
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Viele herzliche Grüße.
.
Eure Klasse 2a aus Bingen-Dietersheim.


Hier noch eine Auswahl der mitgeschickten Bilder und Briefe:








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Bingen, März 2015

Grundschule Bingen-Dietersheim

Lieber Herr Direktor, Liebes Kollegium aus Karengera,

vielen Dank für Eure letzte Post.

Es freut uns, dass Eure Schüler so gut bei den Wissenswettbewerben abgeschnitten haben.

Uns interessiert, was das diplome h´umanite beinhaltet und ob die Schüler damit eine Ausbildung machen können oder ob sie in jedem Fall noch eine andere Schule besuchen müssen. Außerdem würden wir gerne wissen, ob es sich bei der ecole d´excellence um Internate oder Privatschulen handelt und ob man dafür Geld bezahlen muss.

Welche Kriterien müsst Ihr erfüllen, um eine solche Schule zu werden?

Der letzte Sommer bei uns war nicht so heiß. Was für das Lernen vorteilhaft war, andererseits konnten wir nur selten ein Sonnenbad nehmen oder ins Schwimmbad gehen.

Da wir in diesem Jahr unser 10jähriges Bestehen der Partnerschaft haben, planen wir vom 9. – 12. Juni Projekttage zum Thema Afrika. Dabei werden wir uns mit unserer Partnerschaft und kulturellen afrikanischen Techniken beschäftigen, wie Märchen, Musik, Tanz, Essen sowie der Tier- und Pflanzenwelt Afrikas.

Wenn Ihr weitere Vorschläge für unsere Projekttage habt, freuen wir uns, diese von Euch per mail zu erfahren.

Plant Ihr auch feierliche Aktivitäten zum 10jährigen Bestehen unserer Partnerschaft? Wir sind gespannt auf Eure Antwort!

Manche Schüler waren von Euren Schülerzeichnungen so begeistert, dass sie sie abzuzeichnen versucht haben.

Herzliche Grüße aus Bingen

wünscht die Rektorin und das Kollegium der Grundschule Bingen-Dietersheim

P. S.: Informationen über unsere Schulpartnerschaft findet Ihr auch auf unserer homepage www.grundschule-dietersheim.de



Mitgeschickte Schülerarbeiten und Bilder:



Brief der Klasse 2a:

Liebe Freunde aus Karengera,

habt vielen Dank für Euren letzten Brief. Wir freuen uns, dass sich bei Euch im letzten Jahr so viel getan hat. Die Kinder aus unserer Schule (diesmal die Klasse 2a) haben über Euren Brief nachgedacht und wollen Euch einige Fragen stellen und etwas von uns mitteilen.

Hier sind einige Fragen:

Mina möchte wissen, was Ihr zum Frühstück esst und wie viele Mahlzeiten Ihr am Tag habt? Sie möchte auch wissen, welche Rechte und Pflichten Ihr in der Schule und zuhause habt?

Was macht Ihr in den großen Pausen?

Eric:
Lernt Ihr auch Geometrie?

Mein Onkel arbeitet zurzeit in Kigali. Er bildet dort Elektriker aus, so dass er vielleicht ein wenig dazu beiträgt, dass bald alle Schulen in Ruanda Strom haben werden.

In Deutschland ist es zurzeit kalt, etwa 7 Grad Celsius.

Louisa:
Ich habe mich sehr über Euren Brief gefreut!

Wir haben zwei Computer in unserem Klassenzimmer. Wir benutzen sie meistens für Mathematik.

In der Adventszeit haben wir uns jeden Montag im Foyer am Weihnachtsbaum mit allen Schülern getroffen. Unsere Schulleiterin, Frau Donovitz hat Gitarre gespielt, und wir haben zusammen Weihnachtslieder gesungen.


Im Juni werden wir eine Projektwoche veranstalten, die unsere Schulpartnerschaft zum Thema haben wird, da wir in diesem Jahr das zehnjährige Bestehen feiern. Wir werden verschiedene Projektgruppen haben, zum Beispiel trommeln oder basteln. Wir werden auch einen Spendenmarsch machen, um Geld für Eure Schule zu sammeln, und am Ende feiern wir ein großes Schulfest.

Wir werden Euch im Sommer ausführlich darüber berichten.

Wir denken an Euch und senden Euch unsere besten Wünsche

Die Kinder der Grundschule Bingen-Dietersheim


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Karengera, angekommen im Februar 2015

Uns erreichte ein ganzer Stapel mit Schüler-Zeichnungen:


Hier eine kleine Auswahl:



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Karengera, September 2014

Brief des Kollegiums

Karengera, September 2014 Liebe Direktorin, liebe Kollegen aus Bingen-Dietersheim,

einer großen Sehnsucht folgend schreiben wir euch diesen Brief um euch zu grüßen und um euch zu sagen, dass wir fast am Ende des Schuljahres 2014 sind. Es geht am 24. Oktober zu Ende.

Nun liebe Freunde, dieses Schuljahr war in verschiedener Hinsicht sehr angenehm für uns.

Zunächst haben unsere Schüler das ganze Jahr über ein gutes Benehmen gezeigt. Sie konnten in zwei Wissenswettbewerben Belohnungen gewinnen: Die vom internationalen roten Kreuz und die vom ADRA-RWANDA.

Außerdem war das Klima gut für Denk-/Kopfarbeit. Deswegen sind wir gut mit unseren Lehr- und Lerntätigkeiten vorangekommen. Jedoch konnten wir dieses Jahr nicht bei den Sport- und Leichtathletikwettbewerben gewinnen.

Unsere Schüler, die die Primarstufe, das dritte Jahr der Sekundarstufe oder die Sekundarstufe beenden, müssen Examen ablegen. Die Examen werden von der REB (Rwanda Education Board) organisiert. Endlich, zum ersten Mal, werden unsere Schüler, die nach 6 Jahren die Sekundarstufe abschließen ein Staatsexamen machen um ein diplôme d’humanité zu erhalten. In jeder dieser Stufen, werden die Schüler mit den besten Noten, ihren Schulbesuch wie üblich in einer école d’excellence fortsetzen. Dort haben sie alle möglichen Erleichterungen. Die Schüler, die keinen Zugang zu diesen Schulen haben besuchen weiterhin eine école d’Education de Base.

Alle Schüler kommen morgen ins die Schule und gehen abends nach Hause. Wir möchten euch daran erinnern, dass wir zu dieser Schulart gehören, das heißt, gibt es den Kindergarten, die Grundschule (Primarstufe) (Dauer: 6 Jahre) und die Sekundarstufe (Dauer: 6 Jahre), was zusammen 12 Jahre ausmacht.

In der Primarstufe wenden wir die Double Vacation an. Die Klasse A kommt morgens um 7:20 Uhr und geht um 11:40 Uhr nach Hause. Die Klasse B hat von 12:40 Uhr bis 17:50 Uhr Unterricht. Der Hauptgrund für dieses System liegt in der hohen Schülerzahl.

In der Sekundarstufe ist die Situation anders. Die Schüler fangen um 7:30 Uhr mit den études surveillés an. Der richtige Unterricht beginnt um 8:00 Uhr. Sie lernen (mit Pausen) bis 16:30 Uhr. Die Schüler bekommen in der Schule ein Mittagessen, was von den Eltern bezahlt wird. Wir strengen uns an, damit unsere Schule eine école d’exellence. Dank unserer Lehrer, die ohne Unterbrechung arbeiten, sind wir sicher, dass wir es schaffen werden.

In eurem letzten Brief sagtet ihr, dass es bei euch im Sommer sehr heiß war und dass es schwierig war im Klassenraum und in der Sporthalle zu unterrichten und zu lernen. Wir war es dieses Jahr? War die Situation wieder die gleiche? Wir würden gerne mehr über eure klimatische Situation in diesem Jahr wissen.

Eure Freunde der Groupe Scolaire KARENGERA-GITWA

Brief der ersten Klasse aus Karengera
vom 16.09.2014:

Liebe Schüler aus Bingen-Dietersheim,

wir freuen uns sehr, euch unsere Neuigkeiten berichten zu können. Wir lernen Kinyarwanda, Englisch, Mathematik, Sozialkunde, Musik, Sport und Zeichnen.

Wir wollen euch zeigen, was wir bisher in Kinyarwanda gelernt haben: Wir haben mit Schwungübungen angefangen (Geraden, Girlanden, Kreise, Kurven und Senkrechten), um uns auf das Schreiben vorzubereiten. Danach haben wir die Selbstlaute (Vokale) : a, e, i, o, u und vier Konsonanten (Mitlaute) gelernt: r, k, b, n, m.

Im zweiten Trimester haben wir zehn Mitlaute gelernt: g, y, t, z, h, w, s, d, v, p. Im Lauf dieses Trimesters werden wir noch vier weitere Mitlaute lernen: c, f, l, j und auch vier Doppelkonsonanten.

Wir hoffen, dass wir am Ende des ersten Schuljahres in der Lage sein werden, einfache Texte zu lesen.

Unsere Lehrerin gibt uns viele Hausaufgaben auf. Wer sie nicht gemacht hat, wird bestraft.

Habt ihr auch Hausaufgaben?

Wann macht ihr sie, und was passiert, wenn ihr sie nicht gemacht habt?

In der Schule haben wir auch viele Spiele im Unterricht, wie das Taschentuchspiel, Ballspiele und einige andere.

Vielen Dank, bis zum nächsten Mal
Eure erste Klasse

Brief vom 16.09.2014 der Lehrer der 1.-3. Klasse
der Sekundarstufe aus Karengera-Gitwa:

Sehr geehrte Direktorin, sehr geehrtes Kollegium aus Bingen-Dietersheim,

vielen Dank für die Neuigkeiten, die Ihr in Eurem letzten Brief mitgeteilt habt. Dank Eurer Antwort haben wir jetzt eine Vorstellung davon, wie die Grundschule in Deutschland organisiert ist.

Wir haben festgestellt, dass es Unterschiede zwischen Eurer und unserer Schule gibt: Hier in Ruanda dauert die Grundschule 6 Jahre, die Sekundarschule ebenfalls. Die Grundschule fängt um 7.30 Uhr an und geht bis 17.00 Uhr. Die Sekundarschule geht von 8.00 Uhr bis 16.30 Uhr.

Es dürfen nicht mehr als 10% der Schüler eine Klasse wiederholen. Wir haben ein Schulfach „Einführung in die Kunst“, in dem wir Musik und Zeichnen lehren, wobei wir Musik nur theoretisch und nicht mit Instrumenten unterrichten.

Ihr habt uns von den Bundesjugendspielen erzählt. Beil uns gibt es so etwas nicht, aber wir haben von Zeit zu Zeit sportliche Wettbewerbe.

Seit Beginn des 3.Trimesters gibt es eine Änderung des Tagesablaufs: Die Eltern haben entschieden, eine Mahlzeit am Mittag anzubieten, die sie bezahlen müssen. Die bezahlen auch die Küchenutensilien und die Köche. Es gibt allerdings auch Schüler, deren Eltern zu arm sind, um ihnen ein Mittagessen zu bezahlen. Für diese möchten wir im Schulgarten Obst und Gemüse anbauen.

Erwähnenswert ist auch, dass wir dank unseres Stromanschlusses Computerunterricht haben können, auch wenn wir noch nicht genügend Computer haben – es sind bisher elf Stück.

Wir planen, nächstes Jahr drei weitere zu kaufen.

Dank des neuen Kopierers, den wir von Euren Spendengeldern angeschafft haben, können wir jetzt unsere Tests für alle Schüler kopieren.

Zum Schluss wünschen wir Euch ein erfolgreiches Schuljahr!

( 11 Unterschriften)

Brief der 2. Klasse

Liebe Freunde aus der zweiten Klasse, hallo!


Heute möchten wir Euch erzählen, was wir im Fach Sozialkunde gelernt haben: Im ersten Trimester schauten wir uns die Örtlichkeiten von uns und unseren Nachbarn an, außerdem die Rechte und Pflichten eines Schülers an unserer Schule. Wir haben uns zudem das Gesundheitszentrum, das Geschäftszentrum und das Zentrum für Berufsausbildung in Karengera angesehen.

Im zweiten Trimester haben wir die Autoritäten der Schule kennengelernt. Und wir haben etwas über die Bedürfnisse der Schüler gelernt, zum Beispiel die Hygiene. Ganz besonders wichtig ist es auch, in der Schule etwas über den friedlichen Umgang miteinander zu unterrichten.

Im dritten Trimester erfuhren wir, was ein gutes Miteinander ausmacht, und wie wichtig die Schule für uns ist, damit wir später eine Arbeit finden und unseren Lebensunterhalt verdienen können.

Wir können diesen Brief unmöglich beenden, ohne Euch vorher für unsere tolle Partnerschaft zu danken, welche auch dazu beiträgt, dass unsere Schule eine der beliebtesten Schulen unter den Schülern der Region ist. Hierbei spielt auch unser recht neuer Zugang zur Elektrizität eine Rolle, denn sie ermöglicht uns das Beleuchten der Klassenräume und das Kopieren von Arbeitsblättern und Tests. Außerdem können wir nun Musik über Lautsprecher abspielen, wenn wir ein Fest feiern. Vielleicht werden wir Euch unsere Briefe von nun an sogar immer auf dem Computer schreiben können.

Grüße auch an Eure Eltern,


Die zweite Klasse der Grundschule Karengera


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Bingen, September 2014



Liebe Freunde aus Karengera-Gitwa,

wir hoffen, unsere Post vom Dezember 2013 ist bei Euch angekommen, denn wir warten schon gespannt auf Post von Euch.
Wie geht es Euch? Gibt es Neues zu berichten?
Im Mai haben wir mit der ganzen Schule ein großes Schulfest gefeiert. Das Motto hieß: Magische Welt. Viele Kinder haben sich als Zauberer, Feen, Hexen oder andere magische Wesen verkleidet. Jede Klasse gab eine Vorführung, entweder ein Lied oder einen Tanz. Anschließend wurden von den einzelnen Klassen verschiedene Stationen bearbeitet: Im Schulgarten lernten die Kinder verschiedene Kräuter kennen und füllten sich ein kleines Säckchen mit ihrer persönlichen Kräutermischung. Bei einer anderen Station konnten die Schüler verschiedene verborgene Gegenstände erfühlen und sollten Gewürze am Geruch erkennen. Außerdem gab es noch Bastel-, Märchen- und Spielstationen.

Zum Ende des Schuljahres wurde unsere Kollegin, Margit Gutmann, mit einer Feier in den Ruhestand v erabschiedet. Auch dazu führte jede Klasse etwas vor, sogar das Lehrerkollegium hatte ein Lied zu Ehren von Frau Gutmann gedichtet und sang es vor. Am Ende war Frau Gutmann sehr gerührt und glücklich über die schön gestaltete Abschiedsfeier.

Wie verabschiedet man an Eurer Schule Kollegen, die in den Ruhestand gehen?
Am letzten Schultag hatten wir zum ersten Mal eine Verabschiedungsfeier für die Viertklässler, die nach den Sommerferien ja auf weiterführende Schulen gehen. Nach dem Abschlussgottesdienst gingen alle in die Turnhalle. Dort führten einige Klassen Tänze, Lieder und ein Theaterstück für die Viertklässler auf. Anschließend bekamen die Viertklässler einzeln ihre Abschlusszeugnisse von ihrer Klassenlehrerin überreicht.

Am 08.09.2014 fängt für uns das neue Schuljahr an. Im Oktober werden wir wieder einen Solidaritätsmarsch zur Unterstützung Eurer Schulprojekte veranstalten. Nächstes Jahr, 2015 feiern wir unser 10-jähriges Jubiläum der Schulpartnerschaft. Plant Ihr für Eure Schule auch Aktivitäten zum Jubiläum?

Wenn Ihr Fragen zu den einzelnen Briefen der Klassen habt, schreibt uns bitte! Wir beantworten sie Euch gerne.

Nun warten wir gespannt auf Nachrichten von Euch.

Herzliche Grüße vom Kollegium der Grundschule Bingen-Dietersheim




Natürlich begleiteten diesen Brief auch dieses Mal zahlreiche Bilder, Fotos, Berichte und Mappen der einzelnen Klassen...




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Bingen, Dezember 2013

Liebe Freunde aus Karengera,

vielen Dank für die Neuigkeiten, die Ihr uns berichtet konntet.

Wir freuen uns, dass Eure Schule mittlerweile über einen Stromanschluss verfügt. Auch die Unterkunft für ledige Lehrer, die einen weiten Schulweg haben, ist bestimmt sehr nützlich. Schade, dass das Programm „One tree per child“ aufgrund der Trockenzeit nicht vorankommen konnte.

Vielen Dank auch für die Erklärungen zur Gestaltung des Unterrichtsfachs „praktische Arbeit“.

Dieses Fach ist eventuell bedingt vergleichbar mit dem Sach- und Kunstunterricht bei uns: Zum Sachunterricht gehört unter anderen der Teilbereich „Natur“. Hier lernen die Kinder viel über einzelne Pflanzen und haben die Möglichkeit, in unserem neu gestalteten Schulgarten, Pflanzen einzupflanzen und zu pflegen. Der Schulgarten wurde im Juni bei der 72 Stunden-Aktion der katholischen Jugendverbände in Deutschland neu hergerichtet. Innerhalb von 72 Stunden haben Ministranten der örtlichen Kirchengemeinden, darunter auch (ehemalige) Schüler, und weitere Freiwillige, unseren Schulgarten bearbeitet. Nun besitzt jede Klasse in Bingen-Dietersheim ein Hochbeet. Im Herbst wurde dann an einem weiteren Aktionstag, den Frau Heins und Frau Baaser organisiert hatten, mit Eltern, Lehrern und Schülern der Garten „wintertauglich“ gemacht: Sträucher und Reben wurden beschnitten, das Teichbecken ausgegraben und durch ein neues ersetzt, Beete gejätet und Tulpen sowie Krokusse für den Frühling gepflanzt. Die Schüler hatten eine Menge Spaß dabei und haben tüchtig gearbeitet.

Die Arbeiten für die Gemeinschaft, bei Euch „Umuganda“ genannt, existieren bei uns in den einzelnen Klassen in Form von Klassendiensten: Die Kinder müssen im wechselnden Turnus verschiedene Dienste verrichten, zum Beispiel den Klassenraum fegen, Blätter austeilen, das Datum an der Tafel notieren und einiges mehr. Diese Dienste variieren von Klasse zu Klasse.

An unserer Schule gibt es einen Förderverein, der sowohl die Schule (zum Beispiel mit Lehrmaterialien) als auch einzelne Schüler (zum Beispiel bei Ausflügen) finanziell unterstützt.

Unser Schulhalbjahr geht noch bis Ende Januar. Dann bekommen die Schüler ihre Halbjahreszeugnisse. Am 20.12.13 beginnen für uns die Weihnachtsferien bis zum 07.01.13. In der Adventszeit treffen sich die Klassen immer montags im Foyer der Schule, in dem auch ein großer, geschmückter Tannenbaum steht, singen gemeinsam Adventslieder und einzelne Schüler der verschiedenen Klassen tragen Weihnachtsgedichte oder ähnliches vor.

Wir freuen uns auf Eure Antwort. Berichtet uns doch über die weiteren Entwicklungen Eurer Schule!

Wir wünschen Euch frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr 2014!

Liebe Grüße

Vom Kollegium der Grundschule Bingen-Dietersheim



Neben dem Brief des Kollegiums wurden auch dieses Mal zahlreiche Bilder, Fotos und Schülerarbeiten der einzelnen Klassen mitgeschickt.






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Karengera, 29.08.2013

Liebe Freunde aus Bingen-Dietersheim,

wie geht es euch?

Wir haben euren Brief vom Juli 2013 erhalten, der uns sehr freute. Wir freuen uns euch Neuigkeiten von unserer Schule berichten zu können.

Das Schuljahr hat im Januar gefangen und wird im Oktober zu Ende gehen – für die Kinder, die das sechste Schuljahr beenden, endet es mit einem Staatsexamen.

Seit März 2013 verfügt die Schule dauerhaft über Strom. Die Distriktverwaltung von Nyamasheke hat eine Unterkunft für Lehrer, die einen weiten Schulweg haben, gebaut. Dieses Haus kann 8 ledige Lehrkräfte beherbergen. Dabei ist es egal in welcher Schulform sie unterrichten. Das Haus ist an die Stromversorgung angeschlossen.

Ihr habt uns gefragt wie die Lehrer ihren Unterricht in praktischer Arbeit gestalten. Ziel ist es, die Kinder an handwerkliche Tätigkeiten heranzuführen. Der Unterricht unterscheidet sich von Region zu Region und berücksichtigt die vielfältigen örtlichen Kulturen. Einige lernen Landwirtschaft, andere flechten Matten, Körbe etc. ….

Die Schüler erledigen auch Arbeiten für die Gemeinschaft, die in der Nationalsprache „UMUGANDA“ genannt werden. Sie halten die Wege und Pfade rund um die Schule instand, … und sie kümmern sich um den Schulgarten. Sie können auch an Projekten teilnehmen, die Obdachlosen helfen.

Die wohltätigen Aktivitäten stehen im Vordergrund. Waisenkindern oder solchen, die ärmer als die anderen sind, wird von ihren Kameraden geholfen, indem ihnen Schulmaterial, die Uniform oder die Gesundheitsversorgung bezahlt wird.

Während des Schuljahrs feiern wir religiöse, nationale und internationale Feste: Allerheiligen, Ostern, Himmelfahrt, Nationaltag der Landeshelden, Nationaler Befreiungstag, Weltfrauentag, etc.

Wenn Schüler unsere Schule verlassen organisieren wir bei den Betroffenen Familienbesuche … das Elternkomitee hilft uns bei dieser Aufgabe.

Was das Programm „One tree per Child“ betrifft, die Trockenzeit war für das Voranbringen des Projekts ungünstig.



Karengera, 20.07.2013

Liebe Kollegen des dritten Schuljahres.
Hallo.

Welche Neuigkeiten gibt es aus euren Klassen? Welche Jahreszeit habt ihr jetzt? Wir haben Sommer. Wir mögen die Jahreszeit sehr. Sie fängt im Juni an und geht im August zu Ende. Nach dem Sommer kommt die große Regenzeit, die im September anfängt und im Dezember aufhört. Für die Landwirte bedeutet sie viel Arbeit: anbauen/ züchten, pflanzen, …, ernten, Auch hier in der Schule bauen wir Bohnen, Mais, Kohl und Karotten an. Wir haben auch Kaffeebäume. Die Kaffeebäume stehen hier seit 30 Jahren. Sie können über 100 Jahre alt werden. Wir haben in der Schule auch Obstbäume: Guavenbäume, Avocadobäume, Mangobäume und Zitronenbäume. Die Früchte werden von den Schülern gegessen.

Die Erntezeiten:
• Mangos: Zwischen Dezember und Januar
• Guaven: zwischen März und April
• Zitronen: zwischen Mai und Juni
• Kaffeebohnen: zwischen März und Mai
• Avocados: der Erntemonat ist von der Blütezeit abhängig

Die anderen Neuigkeiten erzählen wir euch beim nächsten Mal. Wir haben die Partnerschaft. Sie ist eine Brücke, die uns verbindet. Ihr wisst viele Neuigkeiten von unserer Schule und wir wissen Neues von euch. Sogar unsere Nachbarn und unsere Eltern wissen etwas über euch.

Vielen Dank. Bis Bald.

Die Mangos werden zwischen Dezember und Januar geerntet.

Schülerarbeiten aus Karengera:






Juli 2013, Email aus Karengera: Brief des Kollegiums

Liebe Freunde aus Bingen-Dietersheim,

wir haben uns sehr über euren Brief vom Juli 2013 gefreut. Er ist zu einem günstigen Zeitpunkt eingetroffen. Dank des Briefes konnten wir einen Einblick bekommen wie sich ein Schuljahr in Rheinland-Pfalz von denen in anderen Bundesländern unterscheidet.

Wir nehmen uns Zeit um euch von den praktischen und intellektuellen Aktivitäten der Schüler und Lehrer in diesem Schuljahr zu erzählen.

Jetzt haben wir Sommerferien. Bevor wir in die Ferien gingen haben die nationalen Behörden den Bau eingeleitet…

Die Schüler haben viel gearbeitet um die notwendigen Bauarbeiten zu beenden. Hier sind einige Fotos:


Die Schüler helfen beim Tragen des Materials (hier: Backsteine)


Da die Schüler eine Toilette benötigen hat die Schule Handwerker für den Bau gesucht.


Die Backsteine werden von den Schülern getragen.


Die Toilette war schnell gebaut. Dank der Schüler bleibt nur noch die Fertigstellung.


Einweihung der Klassenräume durch die Distriktbehörden.


Der Direktor erzählt vom Ablauf der Bauarbeiten.


Die Behörden besichtigen die durchgeführten Bauarbeiten.


Die Schüler beteiligen sich an den Arbeiten für die Wasserversorgung der Schule.



Wir beginnen bereits mit der Ziegelherstellung für den Bau neuer Klassenräume.

Die Bevölkerung kommt zum Helfen.


Jeder Bewohner hat eine bestimmte Anzahl von Backsteinen zum Ofen zu tragen.

Die Ältesten Schüler erledigen die schweren Arbeiten. Die Kleineren übernehmen leichtere Arbeiten wie z.B. die Reinigung. Da wir gerade Trockenzeit haben machen wir zurzeit nichts für das Projekt One tree per child. Vielleicht können wir in der Zukunft weitermachen.

Bis zum nächsten Mal.
Eure Freunde aus Karengera-Gitwa


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Post aus Sponsheim/Dietersheim - Bingen, 01.07.2013

Lieber Herr Direktor, liebe Kollegen aus Karengera-Gitwa,

wir danken euch für die Neuigkeiten über eure Schule und die detaillierten Antworten auf unsere Fragen in unserem letzten Brief. Daher beginnen wir mit der Beantwortung Ihrer Fragen.
In Deutschland gibt es 16 verschiedene Bundesländer mit jeweils einem Bildungsminister. Daher sind auch die Bildungssysteme etwas unterschiedlich, zum Beispiel gehen in Berlin die Kinder sechs Jahre zur Grundschule, während sie in den meisten anderen Bundesländern die Grundschule nach vier Jahren verlassen. In Rheinland-Pfalz wechseln die Kinder nach vier Grundschuljahren entweder auf die Realschule Plus, eine Gesamtschule oder ein Gymnasium. In der Realschule Plus können die Schüler nach weiteren sechs Jahren die Schule abschließen. Mit der „Mittleren Reife“ können sie Handwerks- und Dienstleistungsberufe erlernen. Eine solche Lehre dauert in der Regel drei Jahre. Die Schüler mit besonders guten Noten besuchen das Gymnasium, das sie nach weiteren neun Schuljahren mit der Allgemeinen Hochschulreife abschließen können. Damit können sie dann ein Studium an einer Hochschule beginnen. Dann gibt es noch die Form der Gesamtschule, an welcher alle Schulabschlüsse durch das Belegen der entsprechenden Kurse möglich sind. An unserer Grundschule unterrichten die Lehrer vormittags von 8.00 Uhr bis 13.00 Uhr die Schüler und bereiten nachmittags den Unterricht für den nächsten Tag vor, korrigieren Arbeiten und nehmen an Konferenzen teil. In jeder Klasse wird alle zwei Jahre ein Klassenelternsprecher gewählt, der die Interessen der Eltern gegenüber dem Klassenlehrer vertritt. Der Schulelternbeirat setzt sich aus drei gewählten Eltern zusammen und vertritt die Belange der Eltern gegenüber der Schule. Manche Eltern engagieren sich im Förderverein, dessen Mitglieder pro Jahr einen Beitrag von acht Euro bezahlen und damit schulische Vorhaben mitfinanzieren. Schulabbrecher gibt es in der Grundschule nicht. Schüler, die große Schwierigkeiten haben, können das Schuljahr freiwillig wiederholen. Selten kommt es vor, dass Schüler mit schweren Lern- oder Verhaltensschwierigkeiten auf eine Förderschule wechseln. Da bei uns die Schüler im Alter von zehn oder elf Jahren die Schule verlassen, gibt es keine frühen Schwangerschaften. Insgesamt ist in Deutschland die Quote von Schülerinnen, die vor ihrem 18. Lebensjahr schwanger werden, eher gering. Die Ausstattung unserer Schule mit Computern in den einzelnen Klassenräumen schreitet voran, wir haben zwei bis vier Computer in jeder Klasse, teilweise sogar mit Internetanschluss. Auch in unserer Schule fehlen Dinge, die wir gerne hätten, aber auf die wir schon seit langem warten. So haben wir überall große Fenster, aber keine Möglichkeit, diese vor der Sonneneinstrahlung zu schützen. Im Sommer heizen sich die Klassenräume sowie die Turnhalle extrem auf, was das Arbeiten sehr erschwert.
Nun zum Ablauf unseres Schuljahres, welches Anfang August 2012 begonnen hat und am 05.07.2013 endet: An besonderen Ereignissen gab es zunächst im September einen „Ruandatag“ - darüber haben wir in unserem letzten Brief schon berichtet. Im Januar, gleich nach den zweiwöchigen Weihnachtsferien haben wir mit der ganzen Schule (ca. 134 Kinder) eine Theateraufführung für Kinder im Staatstheater unserer Landeshauptstadt, Mainz besucht. Dafür hatten wir zwei Busse bestellt. Die Kosten für Eintritt und Bus bezahlen die Eltern der Schüler. Eltern, die wenig Geld haben, werden vom Förderverein unserer Schule unterstützt. Ein besonderes Projekt, das unsere Schulleiterin vorangetrieben hat, ist ein Angebot für die Schüler, in Zusammenarbeit mit der Musikschule in Bingen und dem Musikverein in Sponsheim, ist das Angebot, verschiedene Instrumente erlernen zu können. Im Juni haben wir mit allen Schülern ein Schulsportfest im benachbarten Stadion veranstaltet. Die Schüler zeigten ihr Können im Weitsprung, im 50 m Sprint, Weitwurf und 800 bzw. 1000 m Dauerlauf. Dazu gab es Spaßstaffeln. Der Förderverein verkaufte Speisen und Getränke, und da es an einem Samstag stattfand, konnten auch viele Eltern dabei sein und zuschauen. Die größte Überraschung kurz vor dem Ende des Schuljahres war eine „72-Stunden Aktion“ der Messdiener in Dietersheim: Sie legten an einem Wochenende unseren Schulgarten neu an. Sie bauten Hochbeete und gestalteten alles neu. Jetzt müssen wir noch Eltern und Kollegen finden, die den Garten über die sechswöchigen Sommerferien gießen, damit die Pflanzen nicht vertrocknen. Habt Ihr eigentlich mittlerweile neue Bäume aus dem Projekt „One tree per child“ bekommen?
Habt Ihr einen Tipp für uns, welche Pflanzen wir anbauen sollten?
Wir haben übrigens die beiden großen Banner, die Ihr uns geschickt habt, im Juni erhalten. Wir waren gerührt über die schönen und aufwendig genähten Schriftzüge. Habt vielen herzlichen Dank dafür!

Bis zum nächsten Mal, mit herzlichen Grüßen
Das Kollegium der Grundschule Bingen-Dietersheim


Natürlich wurden mit dem Schreiben auch dieses Mal Fotos, Bilder und Bastelarbeiten unserer Schülerinnen und Schüler mit geschickt.




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Post aus Karengera: Brief des Kollegiums

Karengera, 22.11.2012

Liebe Schulleiterin,

liebe Kollegen aus Bingen-Dietersheim,

Wir danken euch für die Neuigkeiten über eure Schule in eurem Brief vom 28.06.2012.

Wie versprochen wollen wir euch die wichtigsten Aktivitäten im Laufe eines Schuljahrs beschreiben.

Am Anfang des Schuljahres (im Januar) gibt es eine Elternvollversammlung, die die Aktivitäten festlegt, die im Laufe des Jahres in die Tat umzusetzen sind. Die Umsetzung ist durch ihr repräsentatives Gremium gesichert.

Ende März/ Anfang April gibt es kurze Ferien, um das Osterfest zu feiern und den „Volkstrauertag“ in Erinnerung an den Völkermord vom April 1994 zu begehen. Für eine Woche sind die Flaggen auf Halbmast gesetzt und Freizeitaktivitäten sind nicht erlaubt. Normalerweise dauert die Trauer 100 Tage. Sie beginnt am siebten April.

Da sich unsere Schule im ländlichen Raum befindet helfen die Kinder während dieser Ferien ihren Eltern bei der Feldarbeit. Während der Trauerzeit gibt es teilnahmsvolle Menschen – auch Schüler – die, die Überlebenden des Völkermordes auf viele Art und Weise unterstützen.

In der Zeit von Juli bis August ist es fast unmöglich geistige Aktivitäten auszuüben. Es ist zu heiß und die Schüler haben Ferien. Während der letzten Ferien wurde die vierte Volkszählung in Ruanda durchgeführt. Viele Lehrer waren als Volkszähler tätig. Deswegen wurden die Ferien verlängert. Am 3. September 2012 waren sie zu Ende.

Ende Oktober haben die Schüler 2 Monate Ferien. Es gibt Schüler, die in die nächste Klassenstufe versetzt werden und Schüler, die das Schuljahr wiederholen müssen sowie undisziplinierte Schüler, die der Schule verwiesen werden (vor allem der Sekundarstufe, selten in der Grundschulschule).

Außerdem machen die Abschlussschüler ihr Staatsexamen bevor sie in die Ferien gehen. Die Schüler aus dem sechsten Grundschuljahr machen es um in die Sekundarstufe zu gelangen, die Schüler des dritten Jahrgangs der Sekundarstufe um die allgemeine Bildung abzuschließen und den Wahlkursen folgen zu können und die Schüler des sechsten Jahrgangs um ihr diplôme d’humanité zu erhalten.

Während des Schuljahres gibt es Wettbewerbe, Sportwettkämpe, Impfungen gegen ansteckende Krankheiten und Epidemien; etc.

Am Ende des Schuljahres muss die Schule Rechenschaft über ihre erreichten Aktivitäten gegenüber der Elternversammlung ablegen. Die Schule, die im Vergleich zu den anderen Schulen im Distrikt viel Erfolg hat wird prämiert bevor das neue Schuljahr beginnt.

Unsere Schule hat am Projekt „One tree per child“ (ein Baum für jedes Kind) teilgenommen. Wir haben ungefähr 1900 Bäume gepflanzt, denn jedes Kind sollte einen in der Schule haben und einen zu Hause, um den Eltern und den Geschwistern den Sinn und die Bedeutung von Bäumen zu zeigen.

Da die Trockenzeit sie schnell geschwächt hat, haben viele Bäume nicht überlebt. Sobald der erste Regen kommt sollten wir neue Bäume erhalten, das heißt ab September. Das Versprechen wurde nicht gehalten.

Wie wir bereits mitgeteilt haben, befindet sich unsere Schule auf dem Land. Sie ist ohne Strom. Man macht uns regelmäßig Versprechungen, die nie eingehalten werden. Die Umsetzungen bleiben immer unsicher. Wir geben uns mit dem Stromgenerator, dem Fotokopierer, dem Drucker, dem Laptop und den Computern einer großen benachbarten Sekundarschule zufrieden. Es ist eine Schule mit Internat, vielen Schülern und vielen Möglichkeiten. Glücklicherweise empfangen sie uns freundlich.

Wenn ihr Schülerzeichnungen mit Computern seht, dann nicht weil wir welche haben, sondern weil unsere Schüler von dieser neuen und beliebten Technologie träumen. In den Computerkursen der Sekundarstufe lernen sie nur die theoretischen Grundkenntnisse. Ab dem vierten Grundschuljahr ist Englisch Unterrichtssprache. Englisch wird in allen Schuljahren unterrichtet (auch in der Grundschule). Dies ist erst seit 3 Jahren so. Vorher war Französisch die Unterrichtssprache und Englisch war ein Unterrichtsfach. Außerdem waren die Lehrer darauf nicht vorbereitet dies hatte sicherlich viele Konsequenzen.

Wir haben eine Politik der „Bildung für alle“ - 12 Jahre Basiserziehung. Internate wurden abgeschafft, außer für die wenigen „écoles d’excellences“. Es wurden viele Klassenräume gebaut und wir wenden das „double shift system“ (bedeutet Unterricht in zwei Schichten: die Hälfte der Schüler kommt vormittags, die andere Hälfte kommt nachmittags in die Schule) an. In der Sekundarstufe arbeiten wir ohne Pause und in der Grundschule in „double shift“.

Um diese Reform umsetzen zu können muss jeder Lehrer 30 Stunden pro Woche arbeiten. Anfänger erhalten einen Lohn von umgerechnet 70 US-Dollar pro Monat.

Wir sind neugierig auf das administrative Hierarchiesystem im deutschen Erziehungssystem und die Dauer der einzelnen Schulabschlüsse.
• Welche Rechte und Pflichten haben die Lehrer?
• Wie werden die Eltern eingebunden?
• Gibt es Schulabbrecher?
• Gibt es frühe Schwangerschaften bei Schülerinnen?
Wir hätten gerne Antworten auf diese Fragen. Es ist klar, dass die Probleme in unserem Schulsystem mit der Tatsache zusammenhängen, dass unser Land weniger entwickelt ist und viele Menschen den Sinn/ Nutzen und die Bedeutung von Schule ignorieren.

Bis zum nächsten Mal.

Mit herzlichen Grüßen

Das Kollegium der Grundschule aus Karengera-Gitwa








Post an unsere Partnerschule - Dezember 2012:

Liebe Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Herren Direktoren,

vielen Dank für Ihre beiden letzten Postsendungen. Wir haben uns alle sehr darüber gefreut!

Bei Ihnen ist das Schuljahr nun zu Ende. Wir hoffen, dass alle Schüler die Prüfungen bestanden haben! Wir haben bald Halbzeit und nach den Weihnachtsferien beginnt am 1. Februar das zweite Schulhalbjahr.

Kurz nachdem unser Schuljahr begonnen hat, haben wir im September an unserer Schule einen „Ruandatag“ durchgeführt. Es gab verschiedene Stationen, an welchen die Schüler afrikanisches Gemüse, Obst und verschiedene Gewürze kennen lernen konnten. Es gab auch einen Informationsfilm über Ruanda, zu dem die Kinder anschließend Quizfragen beantworten mussten. Als sportliche Aktivitäten übten sie sich im Dauerlauf und bemühten sich, Wasserkanister auf dem Kopf zu transportieren. Es gelang den Kindern mit viel Spaß, aber unterschiedlichem Erfolg. Im Vorfeld dieses Tages haben die Schüler wieder Spenden für Ihre Schule gesammelt: dieses Mal sind es genau 1.500 Euro.

Im November haben wir wieder das St. Martinsfest gefeiert, wie Sie auf den Bildern der Klasse 1b erkennen können. Jetzt in der Adventszeit haben wir in jeder Klasse einen Adventskranz mit vier Kerzen, für jeden Adventssonntag eine. Jeden Montag treffen sich alle Schüler und Lehrer im Flur und singen gemeinsam Adventslieder.

Wie geht es Ihnen? Wir finden es gut, dass sich die jeweiligen Klassenstufen austauschen und über ihren Alltag informieren. Unsere Direktorin und unser Kollegium würden sich freuen, auch von Ihnen und Ihrem Kollegium Neuigkeiten zu hören. Zum Beispiel interessieren wir uns sehr dafür, wie Sie an Ihrer Schule das Fach „Ackerbau“ unterrichten. Müssen die Schüler einmal die Woche eine Hacke mit in die Schule bringen? Wir würden gerne mehr Details dazu erfahren. Wir haben an unserer Schule auch einen kleinen Schulgarten, aber er wird zurzeit nicht bewirtschaftet, weil sich viele Kolleginnen mit der Gartenarbeit nicht so gut auskennen.

Bitte schreiben Sie uns auch über Dinge, die für Sie selbstverständlich sind – wir freuen uns über jede Information.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Schülern ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein frohes Neues Jahr!

Das Kollegium der Grundschule Bingen-Dietersheim

Natürlich beteiligten sich an dieser "Weihnachtspost" auch die Schüler aller Klassen.
So berichtete z.B. die Klasse 1b über das Laternebasteln und das Martinsfest.

Die Kinder der Klasse 4b haben Fotos und Berichte über ihre nähere Lebensumgebung (Metzger, Bäcker, Blumenladen, Kindergarten und Baustelle in Sponsheim) zusammengestellt.

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Post aus Karengera, erhalten im Oktober 2012


Hier einige der mitgeschickten Schülerarbeiten:



Klasse 2a, Karengera, Juli 2012
(angekommen im Oktober)

Unsere lieben Freunde in der Klasse 2a (jetzt 3a und 3b),

vielen Dank für die Nachrichten aus Eurer Klasse.
Die Tiere die Ihr im Zoo gesehen habt, leben in Ruanda, aber wir sehen sie nur auf Fotos. Wir konnten den Nationalpark, in dem sie leben, noch nicht besichtigen. Er ist sehr weit weg und Autos sind sehr teuer.

Die Tiere die wir in unserer Region sehen können, sind: der Schakal, der Fuchs, Affen und Schlangen im Busch und im Wald.

Zu Hause sehen wir Kühe, Ziegen, Schafe, Schweine, Kaninchen, Hunde, Katzen, Hühner und Enten.

Im Allgemeinen werden Katzen zum Töten von Mäusen im Haus gehalten, und Hunde beschützen das Haus und die Nutztiere vor dem Schakal oder dem Fuchs.

Über die Ziegen können wir sagen, dass sie alle gleich sind; sie sind ständig in Bewegung und man kann sie nicht so streicheln wie eine Kuh, wobei manche Kühe sehr gefährlich werden können. Die Ziegen können im Haus sein, oder mit einem Strick angebunden werden.

Hier wissen wir nicht viel über Kamele, Kängurus, Erdmännchen und Esel. Es gibt sie in Ruanda nicht. Wir sehen sie nur auf Fotos.

Die besten Wünsche und Erfolg in der Schule und in Euren Familien.
Eure Klasse 2a



Klasse 4a, Karengera, Juli 2012
(angekommen im Oktober)

Liebe Kinder,

Vielen Dank für Euren Brief vom 16.05.2012. Nachdem wir Euren Brief gelesen haben, waren wir ärgerlich, denn wir sagten, dass es vielleicht schwierig sein wird, Eure Nachrichten zu kennen (zu verstehen?) und dass es für Euch schwierig sein kann, unsere Nachrichten zu wissen. Aber wir denken, dass Eure jungen Brüder und Eure jungen Schwestern und Eure Lehrer Euch in dieser Situation helfen können.

Wo immer Ihr hingeht, wir werden an Euch denken und wir werden für Euch beten.

Hier in Karengera wechseln wir die Schule nicht, bevor wir die sechste Senior Klasse abgeschlossen haben. Es gibt Vorschule, Grundschule und Sekundarstufe. Deswegen wird unser Schulsystem „12 Jahre Basiserziehung“ genannt. Heute sind die ältesten Schüler in Senior 4.

Grüßt alle Schüler, alle Lehrer und Eure Eltern.

Gott schütze Euch.



Klasse 1a, Karengera, Juli 2012
(angekommen im Oktober)

Liebe Kinder der Klasse 1a (jetzt 2a),

habt vielen Dank für Euren Brief vom Juni 2012. Wir Ihr gesagt habt, ist es nicht möglich, dass wir uns sehen können, wegen der großen Distanz und der teuren Flugtickets.

Aber wir hier lesen wir Eure Briefe. Wir genießen es, Eure Briefe, Fotos und Zeichnungen zu sehen – es macht uns sehr glücklich.

Hier in Ruanda, trinken die Leute im Sommer gerne Sorghum-Bier und Bananensaft. Sie essen gerne Cassava oder Maisbrei und Suppe oder Bohnen. Anderes Gemüse und Obst sind selten.

Der Sommer ist auch eine Periode für verschiedene Zeremonien wie Hochzeiten, Taufen und ähnliches. Die Taufen werden in den Kirchen durchgeführt, im Fluss oder im See.

Im Sommer ist es sehr staubig, aber die Leute nutzen die Trockenzeit gerne, um ihre Familien und Freunde zu besuchen. In der Regenzeit sind dafür die Straßen oft zu schlammig.

In der Schule beginnen die Sommerferien am 20. Juli und enden am 03. September.

Vielen Dank.

Grüßt Eure Eltern, Eure Lehrer und Freunde.



Klasse 1b, Karengera, Juli 2012
(angekommen im Oktober)

Liebe Freunde aus der Klasse 1b, (jetzt 2b),

habt herzlichen Dank für Euren Brief und für die schönen Zeichnungen und Fotos. Wenn wir diese Dinge ansehen, sind wir sehr glücklich.
Im ersten Schuljahr gibt es bei uns vier Klassen: A,B,C,D. Wir mögen alle Fächer, besonders Musik, Zeichnen und Sport. Wie auch immer, manche Fächer sind sehr schwierig, zum Beispiel Mathematik und Englisch.

Wie bei Euch, ist auch für uns die große Pause sehr interessant: wir spielen Fußball, wir rennen, die Mädchen springen am Seil, und so weiter.

Aber es gibt ein paar Schüler, die nicht gerne rennen. Während der Pausen kann man viele Teams, Gruppen und verschiedene Sportarten gleichzeitig sehen, denn unsere Schule hat nur einen kleinen Pausenhof.

Die besten Wünsche von der Klasse 1b in Karengera.

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Post aus Karengera, Juni 2012

Im Juni 2012 ist neue Post von unserer Partnerschule eingetroffen.
Hier einige Bilder der mitgeschickten Schülerarbeiten.







Post an unsere Partnerschule, Juni 2012:

Brief des Kollegiums nach Karengera, im Juni 2012

Sehr geehrte Herren Direktoren, liebe Kolleginnen und Kollegen der Groupe Scolaire Karengera/Gitwa,

vielen Dank für die vielen Briefe, Fotos und Zeichnungen, die Sie uns im Februar geschickt haben. Wir finden es gut, wenn sich die Klassen untereinander Briefe schreiben, und unseren Schülern hat es Freude gemacht, die Briefe zu beantworten.
Bei uns gibt es einige Neuigkeiten. Die wichtigste ist, dass wir seit dem 01. Februar eine neue Schulleiterin haben. Sie heißt Kerstin Donovitz. Wir haben ein Foto des aktuellen Kollegiums beigelegt.
Mitte Februar haben wir eine Einführungsfeier für Frau Donovitz veranstaltet, an der auch Schulleiter anderer Schulen aus Bingen und der Bürgermeister teilgenommen haben.
Ende März, kurz vor unseren Osterferien, feierten wir in der Schule mit den Schülern und ihren Familien ein Frühlingsfest. Wir hatten zum Glück schönes Wetter, so dass wir an Tischen und Bänken auf dem Schulhof sitzen konnten. Für die Kinder gab es viele Angebote zum Basteln und zum Spielen.
Im April hielten wir in jeder Klasse einen Lesewettbewerb ab. Die Schüler mussten einen Text vorlesen, den sie geübt hatten. Danach mussten sie einen Text vorlesen, den noch nicht kannten. Dazu bekamen sie dann drei Fragen gestellt, um zu sehen, ob sie den Text auch richtig verstanden hatten. Die Sieger aus den einzelnen Klassen durften dann an einem Lesewettbewerb für alle Binger Grundschulen teilnehmen (In Bingen gibt es sieben Grundschulen). Aus unserer Schule erreichten zwei Schüler jeweils den zweiten Platz.
Im Mai gab es in Bingen zum ersten Mal ein „Internationales Kinderfest“, an dem viele Vereine und Schulen beteiligt waren. In Bingen leben viele Familien, die aus der Türkei oder anderen Staaten eingewandert sind, und diese standen im Mittelpunkt des Festes. Einige Lehrer und Eltern aus unserer Schule hatten zu diesem Anlass einen Informationstand über unsere Schulpartnerschaft mit Euch aufgebaut. Außerdem boten wir einen Spielparcours an, auf welchem die Kinder einen Kanister mit Wasser auf dem Kopf tragend, verschiedene Hindernisse überwinden mussten. Die Kinder hatten viel Spaß dabei.
Für uns geht das Schuljahr nun zu Ende. Zurzeit sind wir damit beschäftigt, Zeugnisse zu schreiben, und am 29.06.2012 ist letzter Schultag vor den sechswöchigen Sommerferien!

Aber nun zu Ihnen: Wie geht es Ihnen, und welche Neuigkeiten gibt es?
Vom Koordinationsbüro in Kigali haben wir erfahren, dass Ihre Schule an dem Projekt „One tree per child“ teilgenommen hat. Haben Sie auf dem Schulgelände viele Bäume gepflanzt, und wie hat es geklappt? Gibt es Schüler, die für die Pflege der Bäume verantwortlich sind?

Auf den Fotos konnten wir sehen, dass Sie auch Lehrtafeln für den Unterricht erhalten haben. Das freut uns, und wir denken, dass Sie Ihren Unterricht so anschaulicher und interessanter gestalten können.

Uns würde auch interessieren, wie es mit der Stromversorgung an Ihrer Schule aussieht. Auf vielen Zeichnungen der Schüler sind Computer abgebildet – haben Sie bereits mit dem Einsatz von Computern begonnen, oder rechnen Sie damit, dass es noch lange dauern wird, bis Ihnen diese Technik zur Verfügung steht? Falls Sie die Möglichkeit hätten, ins Internet zu gehen, hier sind unsere Adressen:

E-Mail: grundschule-dietersheim@web.de
Homepage: www.grundschule-dietersheim.de
Es würde uns auch freuen, noch mehr über Ihren Alltag und Arbeit zu erfahren. Wie läuft es z.B. mit dem Englischunterricht? An unseren Grundschulen haben die Kinder nur eine Stunde Englisch in der Woche, daher lernen sie sehr langsam.
Und müssen Sie noch im double-shift System arbeiten? Haben Sie vormittags und nachmittags Unterricht? Wir denken, dass Ihr Schulalltag wesentlich härter ist, als unserer – wir haben vormittags Unterricht, und am Nachmittag korrigieren wir Schülerarbeiten und bereiten den Unterricht für den nächsten Tag vor.
Sie sehen also, wir sind sehr neugierig! Wir möchten Sie ermutigen, mehr von den Dingen, die Sie beschäftigen, zu berichten, damit wir uns das Leben in Ruanda besser vorstellen können.
Vielleicht haben auch Sie Fragen, die Sie uns gerne stellen würden?

Wir freuen uns auf Ihre nächste Post und wünschen Ihnen alles Gute und Gottes Segen,
Herzlichst,
das Kollegium der Grundschule Bingen-Dietersheim



Brief der Klasse 1b nach Karengera, im Juni 2012

Liebe Kinder aus der Partnerschule,
vielen Dank für Euren lieben Brief und für die vielen schönen Zeichnungen. Das habt Ihr wirklich schön gemacht!
Wir würden Euch sehr gerne besuchen und uns auch von Euch besuchen lassen. Leider scheint uns das im Moment zu weit und zu teuer zu sein.
Unsere Schule gefällt uns gut. Wir sind hier in Sponsheim, im Nachbarort von Bingen-Dietersheim, wo es drei Klassenräume gibt.
Wir mögen die Fächer Sport, Religion und meistens auch alle anderen Fächer. (Deutsch, Musik, Mathematik, Sachunterricht und Kunst). Manche Kinder mögen kein Rechnen, aber die Pausen lieben alle Kinder. Das ist bei Euch bestimmt genauso.
Auf dem Schulhof haben wir eine Nestschaukel. Da dürfen immer fünf Kinder zusammen drauf. Man muss sich also abwechseln. Wir spielen auch Fangen und Verstecken auf dem Schulhof.
Welche Spiele macht Ihr denn während der Pausen? Wir würden uns freuen, wenn Ihr uns darüber etwas schreibt und zeichnet!
Wir wünschen Euch noch ein gutes Schuljahr und eine schöne Zeit. Bis bald!
Herzliche Grüße
Von der Klasse 1b

Brief der Klasse 1a nach Karengera im Juni 2012

Liebe Kinder der ersten Klasse in Karengera-Gitwa,

vielen Dank für Euren Brief. Wir haben uns sehr darüber gefreut. Leider können wir Euch nicht besuchen, weil das für uns zu weit und zu teuer ist. Aber wir würden es sehr gerne tun.

Wir würden gerne Eure Schule sehen und Euch auch zu Hause besuchen. Auch einen Schultag würden wir gerne miterleben. Es wäre schön, wenn Ihr uns besuchen könntet.

Wir zeigen Euch dann unsere Schule, unsere Häuser und unsere Zimmer. Wir würden mit Euch in unserem Garten spielen und Euch zum Grillen einladen. Ein Grill ist ein Behälter aus Metall, der auf vier Beinen steht, und in dem man Grillkohle anzündet. Wenn die Glut heiß ist, legt man Würste, Fleischstücke oder auch Kartoffeln und anderes Gemüse auf den Rost.

Bei uns fangen Ende Juni die Sommerferien an. Am letzten Schultag bekommen wir unser erstes Zeugnis. Wenn am 10. August die Schule wieder beginnt, kommen wir in das zweite Schuljahr!

Wir wünschen Euch alles Gute, viel Glück und Erfolg in der Schule!
Herzliche Grüße
Die Klasse 1a aus Bingen-Dietersheim

Brief der Klasse 2a nach Karengera, im Juni 2012

Unsere lieben Freunde der zweiten Klassen in Karengera-Gitwa,

wir freuen uns, Euch einige Neuigkeiten berichten zu können:

Am 21. Mai haben wir mit unserer Klasse einen Ausflug in den Zoo gemacht. Wir sind mit dem Bus etwa eine Stunde gefahren, bis wir dort ankamen. Im Zoo haben wir viele Tiere gesehen, die es bei uns eigentlich nicht gibt. Unter anderem haben wir Giraffen, Zebras, Elefanten und Leoparden gesehen. Bei Euch leben diese Tiere im Nationalpark, soweit wir wissen.

Im Streichelgehege konnten wir Ziegen, Ponys, Kaninchen, Meerschweinchen und Esel anfassen und füttern. Das ist für uns nicht alltäglich, weil wir zuhause höchstens einen Hund oder eine Katze als Haustier haben. Manche haben auch Kaninchen oder Meerschweinchen. Leonie wurde von einer Ziege verfolgt und Patrizia hat aus Versehen ein Schaf und eine Ziege aus dem Gehege herausgelassen. Die Ziegen waren ganz schön aufdringlich. Sind die Ziegen bei Euch auch so? Und ist es eigentlich schwer, Ziegen zu hüten?

Einige Kinder aus unserer Klasse sind auch auf Kamelen geritten. Ein Kind saß jeweils vorne, und ein Kind saß hinten. Es hat ganz schön geschaukelt!

Weitere Attraktionen waren Kängurus und Erdmännchen.

Am 29. Juni gibt es bei uns die Jahreszeugnisse. Dann fangen die Sommerferien an. Das neue Schuljahr beginnt nach sechs Wochen am 10. August, dann kommen wir in das dritte Schuljahr. Auf die Ferien freuen wir uns schon!

Zum Abschluss möchten wir uns noch für Eure Post und die vielen Bilder bedanken. Wir wünschen Euch alles Gute und viel Erfolg in der Schule!
Herzliche Grüße
Von der zweiten Klasse der Grundschule Bingen-Dietersheim

Brief der Klasse 2a nach Karengera, im Juni 2012

Liebe Kinder der dritten Klassenstufe
Herzlichen Dank für Euren Brief.
Heute schreibt Euch die Klasse 3a zurück. Wir nehmen Mitte Juni an den Waldjugendspielen teil. Deshalb beschäftigen wir uns ausführlich mit dem Thema „Wald“.
Aus Weidenästen und Moos haben wir eine Waldkugel (siehe Foto) gestaltet. Das war ganz schön viel Arbeit. Alle haben mitgeholfen und wir hatten großen Spaß.
Wir wünschen Euch eine gute Zeit und grüßen Euch!
Alles Gute von der Klasse 3a der Grundschule Bingen-Dietersheim


Mit diesen Briefen wurden noch Bilder, Fotos und handgeschriebene Briefe verschickt.
Hier ein paar Beispiele:


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Neue Post aus Ruanda

Brief aus Karengera/Gitwa, geschrieben Februar 2012

Liebe Kollegen und Schüler der Grundschule BINGEN-DIETERSHEIM,

Wir wünschen euch noch einmal alles Gute für das Jahr 2012. Sei es für euch glücklich und erfolgreich.

Euer Brief und die Bastelarbeiten, die ihr uns an Weihnachten und zum Jahreswechsel geschickt habt, haben uns sehr gerührt.

Wir haben uns sehr über die wundbaren Dinge gefreut. Es hat uns geholfen dieses Schuljahr mit einzigartigem Mut zu beginnen.

So sieht unser Schulkalender aus:

- erstes Trimester: 09.01.2012 – 30.03.2012
- zweites Trimester: 23.04.2012 – 13.07.2012
- drittes Trimester: 14.07.2012 – 02.11.2012

Dieses Schuljahr ist unsere Schule von drei wissenswerten Komponenten geprägt:

- In der Vorschule sind 25 Jungen und 35 Mädchen (1. Schuljahr) und eine Lehrerin
- Im Grundschulbereich sind es 265 Jungen und 308 Mädchen (vom ersten bis zum sechsten Schuljahr).
   Hier gibt es neun Lehrer.
- In der Sekundarstufe sind 204 Jungen und 267 Mädchen (erstes bis viertes Schuljahr).
   Hier gibt es 17 Lehrer.

Geleitet wird das Ganze von einem Direktor, einem secrétaire comptable und einem préfet des études.
Was die Ergebnisse der Prüfungen im letzten Jahr anbelangt, haben die Schüler des sechsten Schuljahrs zu 96 Prozent das nationale Examen bestanden.
Bei den Schülern des 3. Schuljahres der Sekundarstufe haben 82 Prozent bestanden.
Wir hoffen, dass sich die Ergebnisse dieses Schuljahr dank der Hilfe die wir aus Bingen-Dietersheim erhalten verbessern.

Eure Kollegen aus KARENGERA-GITWA


Brief der ersten Klassenstufe aus Karengera-Gitwa vom 17.02.2012, angekommen am 16.04.2012

Unsere lieben Freunde aus Bingen-Dietersheim, wir waren glücklich, Eure Briefe und Bilder zu bekommen, die ihr uns Ende letzten Jahres geschickt habt. Habt vielen Dank dafür.
Alle Schüler der ersten Klassen grüßen Euch. Wir denken, dass Ihr „okay“ seid!
Im Moment lernen wir sehr gut Englisch, Sozialkunde, Mathematik und Muttersprache (Kinyarwanda).
Liebe Freunde, wir brauchen Euch – wir würden uns sehr gerne mit Euch treffen. Besucht uns doch einmal in Karengera-Gitwa.

Vielen Dank, Freunde aus der ersten Klasse. Eure Freunde der ersten Klasse in Karengera-Gitwa.


Brief der zweiten Klassenstufe unserer Partnerschule vom 17.02.2012, angekommen am 16.04.2012:

Unsere liebsten Freunde aus Bingen-Dietersheim, Glückwünsche für Eure Neuigkeiten und Bilder, die Ihr uns Ende letzten Jahres geschickt habt. Möge Gott Euch segnen.
Zuerst sind wir froh, Euch unsere Neuigkeiten mitzuteilen. Es geht uns sehr gut, denn in unserem Klassenzimmer ist alles in Ordnung. Wir lernen Englisch, Kinyarwanda, Sozialkunde und Mathematik. Wir mögen diese Fächer sehr gerne.
Zum Abschluss unserer Neuigkeiten wünschen wir, dass Ihr uns in unserer Schule besuchen kommt.

Viele Grüße
Die zweiten Klassen der Grundschule Karengera-Gitwa


Brief der dritten Klassenstufe unserer Partnerschule vom 17.02.2012, angekommen am 16.04.2012:

Liebe Freunde der dritten Klassen in Bingen-Dietersheim!
Wir grüßen Euch und wir lieben Euch!
Im Moment regnet es in unserer Region. Die Leute zu Hause und auch in der Schule pflanzen Bäume und viele Feldfrüchte. Wir denken, in der Zukunft wird es nötig, dass Ihr uns besuchen kommt, wenn es für Euch möglich ist.

Gott segne Euch
Die dritte Klassenstufe der Grundschule Karengera-Gitwa


Brief der vierten Klassenstufe unserer Partnerschule vom 17.02.2012, angekommen am 16.04.2012:

Liebe Freunde in den vierten Klassen unserer Partnerschule in Bingen-Dietersheim. Wir grüßen Euch mit herzlicher Liebe.
In der letzten Zeit waren wir sehr glücklich, von Euch so viele Briefe und Bilder zu erhalten. Vielen Dank!
Wir sind im Januar in das neue Schuljahr gestartet. In unserer Klasse sind 39 Schüler, Mädchen und Jungen. Wir lernen Englisch, aber es fällt uns nicht leicht. Andere Fächer, die wir haben, sind: Mathematik, elementare Naturwissenschaften (Elementary Science and Technology), Sozialkunde, Muttersprache (Kinyarwanda). Wir vermissen Eure Schule, obwohl sie so weit weg ist!
Zur Zeit ist in Ruanda das Wetter nass, es ist eine wunderschöne Jahreszeit um an unserer Schule und bei uns zu Hause Bäume zu pflanzen.
In unserem Feld gibt es Kaffeesträucher, im Obstgarten haben wir Guavabäume.
Wir danken Gott für Eure Liebe zu uns. Wir wünschen Euch ein schönes Jahr, und dass Ihr in Eurem Land jeden Tag glücklich seid.
Wir alle brauchen Gottes Nähe und wir möchten Euch eines Tages treffen!!
Vielen Dank – und was sind Eure Neuigkeiten?

Eure Klassenkameraden der vierten Klasse der Groupe Scolaire Karengera-Gitwa

Hier einige Schülerarbeiten aus Ruanda, die unsere Schule mit den aktuellen Briefen erhalten hat:
...und neue Fotos...

Brief aus Karengera/Gitwa, geschrieben im November 2011, angekommen Ende Dezember:

Liebe Kollegen, liebe Schüler und sehr geehrte Direktorin aus Bingen-Dietersheim,
wir danken Euch sehr für die schönen Zeichnungen und die Faschingsfotos, die ihr uns geschickt habt. Wir haben das Schuljahr 2011 gut beendet. Es war ausgezeichnet. Wir senden Euch Schülerzeichnungen zu frei gewählten Themen. Die Bilder zeigen Euch, was die Gedanken der Schüler zurzeit bewegt. Hoffentlich gefallen sie Euch.
Bis zum nächsten Mal und ein gutes Jahresende.

Bis bald
Die Kollegen und der Direktor der Karengera-Gitwa




Weihnachtspost an unsere Partnerschule

Bingen, 04.11.2011

Liebe Freunde aus Karengera,

wir grüßen Euch sehr herzlich! Wir haben Euren Brief genau am Tag unseres diesjährigen Solidaritätsmarsches für Eure Schule erhalten. Am 27. September haben wir in allen Klassen einen Thementag „Ruanda“ durchgeführt und am nächsten Tag sind wir wie im letzten Jahr auf einen nahegelegenen Hügel, den „Rochusberg“ gewandert. Die Eltern unserer Schüler und weitere Verwandte und Bekannte, sowie Kolleginnen haben diesmal 1.423 Euro gespendet, um Eure Schule zu unterstützen.

Wie geht es Euch? Wir sind jetzt mitten im ersten Halbjahr des Schuljahres 2011/12. Am 1. Februar beginnt das zweite Halbjahr. Im Oktober hatten wir zwei Wochen Herbstferien und kurz vor Weihnachten werden wir zwei Wochen Weihnachtsferien haben. Am 29.Juni 2012 endet das Schuljahr, dann gibt es sechs Wochen Sommerferien.

Da wir annehmen, dass unsere Post Euch im Dezember erreichen wird, haben wir das Thema „Weihnachten“ diesmal in den Mittelpunkt gestellt. Letztes Jahr habt Ihr uns ja berichtet, wie in Ruanda Weihnachten gefeiert wird.

Bei uns feiern nicht alle Familien auf die gleiche Weise Weihnachten, aber in den meisten Familien ist es so: Am späten Nachmittag gehen die Familien in die Kirche, die festlich geschmückt ist. Es gibt einen Gottesdienst zur Weihnachtsgeschichte, oft wird diese auch von Kindern als Rollenspiel aufgeführt. Danach werden Zuhause die Kinder beschert. Im Wohnzimmer steht ein Tannenbaum, der mit Lichtern, Sternen und bunten, glänzenden Glaskugeln geschmückt ist. Unter dem Baum liegen bunte Päckchen, in denen sich die Geschenke befinden. Die Kinder sind schon den ganzen Tag sehr aufgeregt, weil sie es kaum erwarten können, die Geschenke auszupacken. Meistens beschenken sich auch die Eltern und Großeltern und weitere Verwandte. Nach der Bescherung gibt es ein Festessen für die Familie. Am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag bekommen viele Familien Besuch von Verwandten, oder sie besuchen selbst ihre Verwandten.

Die Fahne, die Ihr uns letztes Jahr geschickt habt, hat uns übrigens so beeindruckt, dass sich die Klasse 4a diese zum Vorbild genommen hat, um Euch auch so ein schönes Geschenk zu machen. Die Klasse 2a hat Weihnachtsschmuck gebastelt. Wir dachten, vielleicht könnt Ihr die Anhänger an einer langen Schnur aufhängen.

Wir wünschen Euch von Herzen ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein glückliches Neues Jahr 2012!

Die Schüler und Lehrer aus Bingen-Dietersheim


Bastelarbeiten der Schülerinnen und Schüler aus Sponsheim und Dietersheim für Karengera



Post aus Karnegera, September 2011

Liebe Freunde aus Dietersheim, Rheinland-Pfalz, wir grüßen euch sehr herzlich!

Wie geht es euch und wie ist die Stimmung?

Wie weit seid ihr in eurem Schuljahr? Haltet durch bis zum Ende.

Unsere Ferien der Trockenzeit gehen gerade zu Ende. Das letzte Trimester des Schuljahres 2011 begann am 22.08.2011. Es ist ein sehr volles Trimester, da wir den Lehrstoff durchbekommen und alles was im laufenden Schuljahr gemacht wurde bewerten müssen, um die Schüler für das kommende Schuljahr den richtigen Jahrgangsstufen zuzuordnen.

Für die Schüler des sechsten Schuljahrs der Grundschule und für die Lehrer ist es eine anstrengende Zeit. Die Schüler haben 3 Tage lang Prüfungen ( „Staatsexamen“ ), um die Zulassung für die weiterführenden Schulen zu bekommen. Die Lehrer müssen sie also gründlich vorbereiten.

In den letzten beiden Monaten des Jahres gibt es große Ferien. Währenddessen gehen die schulischen Aktivitäten in der Freizeit weiter, denn es ist eine lange Zeit, die für die Schüler langweilig werden kann. Sie müssen sich in dieser Zeit erholen ohne die Lust am Lernen zu verlieren. Auch die Lehrer und die Schulbehörde müssen an mehreren Fortbildungen teilnehmen und das kommende Schuljahr vorbereiten. .

Im Laufe der nächsten Ferien werden wir Sporttreffen und Wandertage für Schüler und Lehrer organisieren, außerdem können die Schüler Musikinstrumente lernen. .

Für die Lehrer steht die Englischausbildung im Vordergrund. Englisch ist ab der 4. Klasse bis zur Universität die Unterrichtssprache. .

Wir wünschen euch angenehme Ferien wenn ihr welche habt. .


Eure Freunde der Groupe scolaire Karenga-Gitwa.

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Post aus Dietersheim/Sponsheim August 2011

Sehr geehrter Herr Direktor, liebe Kollegen, liebe Schüler,

am ersten Tag des neuen Schuljahres haben wir nach den sechswöchigen Sommerferien Ihr Paket mit der wunderbaren Ruandakarte, dem Modell der Schule und vielen schönen Zeichnungen erhalten. Darüber haben wir uns sehr gefreut. Vielen Dank für das tolle Paket!

Heute schicken wir Euch unter anderem einige Fotos von unserer Fastnachtsfeier in der Schule. Fastnacht wird Ende Februar oder Anfang März gefeiert. Da geht bei uns der Winter zu Ende, der uns eine lange Zeit der Kälte und des Schnees beschert hat. Früher haben sich die Leute mit furchteinflößenden Masken verkleidet, um mit viel Lärm die Geister des Winters zu vertreiben, damit der Frühling endlich kommen kann.

Heute machen sich die Leute einen Spaß daraus, mit bunten Kostümen verkleidet durch die Straßen zu ziehen. Dabei wird Musik gespielt und getanzt. Die Kinder verkleiden sich als Hexen, Prinzessinnen, Cowboys oder etwas anderes. In der Schule feiern wir an einem Tag gemeinsam. Wir frühstücken zusammen und spielen lustige Spiele. Es wird auch getanzt und gesungen.

Gibt es bei Euch auch besondere Feste, die in der Schule gefeiert werden? Wir wüssten auch gerne, ob es ein bestimmtes Lied gibt, das in der Schule oft gesungen wird. Es wäre schön, wenn Sie uns einen Liedtext und die passenden Noten dazu schicken könnten. Dann würden wir versuchen, das Lied von Ihrer Schule mit den Kindern zu singen.

Das Bilderbuch, das wir beigelegt haben, ist in der Klasse 2b am "Tag des Buches" entstanden, der im Mai stattgefunden hat. An diesem Tag hat sich jede Klasse mit Büchern beschäftigt. Viele Kinder haben ihr Lieblingsbuch vorgestellt und sie haben gelernt, welche Arten von Büchern es gibt und wozu man sie braucht.

Bis bald,
viele herzliche Grüße und eine gute Zeit wünschen Ihnen
die Kolleginnen der Grundschule Bingen-Dietersheim und alle Schüler

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Post aus Karengera

Schülerarbeiten und Bilder ohne Anschreiben.

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Post aus Dietersheim/Sponsheim November 2010

Liebe Schüler, liebes Kollegium, sehr geehrter Herr Direktor,

heute möchten wir Ihnen die letzten Neuigkeiten von unserer Schule berichten.

Anfang Oktober beschäftigte sich die gesamte eine Woche lang in verschiedenen Fächern mit dem Thema "Ruanda" und mit unserer Partnerschaft. Die Kinder erhielten einen Einblick in das ruandische Alltags- und Schulleben und verfassten dazu eigene Sachtexte. Auch Briefe wurden geschrieben, in denen die Schüler von ihrem Leben in Deutschland berichten und nun gespannt auf Antwort aus Ruanda hoffen.

In jeder Klasse wurden zudem besondere Aktionen durchgeführt Die erste Klasse erfuhr viel über afrikanische Spiele und probierte einige aus. So wurde zum Beispiel ein Fußball aus Tüchern zusammengeschnürt und ein Spiel mit Steinen getestet.

In der Klasse 2a und 2b wurden unter anderem Puppen aus Maisblättern gebunden und Bananenpfannkuchen gebacken. Die Klassen 3a und 4a lernten ein afrikanisches Lied und begleiteten es auf selbst hergestellten Trommeln. Die Klasse 3b und 4b beschäftigten sich mit Landeskunde und dem ruandischen Schulsystem. Den Abschluss dieser Ruandawoche bildete der Spendenmarsch zum Rochusberg, bei dem über 2.200 Euro zusammengekommen sind!

Das Geld wurde von Schülern, Eltern, Lehrern und vielen Einwohnern aus Dietersheim und Sponsheim gespendet.

Wir denken, dass Sie selbst am besten wissen, für welche Zwecke das Geld eingesetzt werden soll. Wir stellen uns vor, dass es für die Schüler gut wäre, wenn man ihnen in der Schule täglich eine Mahlzeit anbieten könnte. Wir meinen, dass auch die Waisenkinder besonders berücksichtigt werden sollten.

Wir wünschen Ihnen ein gutes Schuljahr, eine gesegnete Weihnachtszeit und Gottes Segen für alle Ihre Vorhaben!

Im Namen der Schüler, Eltern und Lehrer der Grundschule Bingen-Dietersheim

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Post aus Ruanda 24.10.2010

Brief aus unserer Partnerschule Groupe Scolaire Karengera/Gitwa, geschrieben am 24.10.2010

Unsere lieben Freunde aus Bingen-Dietersheim, wie geht es euch?
Wir sind heute sehr glücklich, Ihnen diesen Brief zu schicken.
Wir wünschen Euch frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr.
Wir möchten diese Gelegenheit nutzen, um Euch darüber zu berichten, wie wir hier in Ruanda Weihnachten feiern.

Das ist für uns ein sehr wichtiges Fest, weil die Mehrheit der Bevölkerung christlich ist. Am Abend des 24.Dezember gehen die Christen in ihre Kirchen, um zu beten und sich zu beschenken. Der Weihnachtsmann (Père Noel) gibt den Kindern auch Geschenke. Man singt und spielt die Weihnachtsgeschichte.

Am Weihnachtstag, den 25. Dezember geht man wieder in die Kirche, um zu beten. Alle freuen sich, und auch im Radio werden Weihnachtslieder gespielt.

Nach dem Gottesdienst geht man in seine Familie, um mit seinen Freunden zu teilen, was man gemeinsam vorbereitet hat.

Für die Mehrheit der ruandischen Bevölkerung ist Weihnachten wichtiger als Sylvester.

Zum Abschluss möchten wir Euch mitteilen, dass unsere Klasse Euch dieses Banner mit einer Zeichnung der heiligen drei Könige, die auf dem Weg zur Geburtsstätte Jesu sind, geschickt hat.

Gott segne Euch
Classe de deuxieme tronc commun
( Der Brief kam Mitte Dezember in Dietersheim an)


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Post aus Ruanda 25.05.2010

Liebe Kollegen aus Dietersheim in Rheinland-Pfalz,

Wir freuen uns, Sie grüßen zu können und Ihnen kurz die Neuigkeiten von uns zu berichten.

In diesem Brief möchten wir gerne Ihnen mitteilen, welche außerschulischen Aktivitäten es gibt. Im 2. Trimester, das am 19.4.2010 begonnen hat, hat unsere Schule fünf verwaiste Familien geholfen, indem wir ihnen je drei Kaninchen gegeben haben. Wir hatten diese Kaninchen auf dem Markt gekauft, nachdem wir das Geld gesammelt hatten.

Die Klassen fünf und sechs der Primarstufe sowie alle Klassen der Tronc Commune werden mit der Schule am Bau eines Hauses für sehr bedürftige aus dem Dorf helfen.

Die Schüler der Tron Commune bereiten den Grund vor, der dann genutzt wird, um das geschnittene Holz zu verstauen und Brikettes herzustellen. Die Schüler der fünften und sechsten Klasse kümmern sich um das Wasserholen.

Die Schule wird für die Mauer zahlen, die dann das Dachgebälk stützen soll. Der zuständige Sektor kommt für Blech, Nägel und Türen auf.

Diese Aktivitäten interessieren uns besonders. Anderen Personen kann man Ziegen, Kühe, Milch und die Ernte verkaufen, da die Mehrheit der Bevölkerung von der Landwirtschaft lebt.

Gleichermaßen lebt eine kleine Zahl an Personen in der Nähe des Sees, die die traditionelle Fischerei betreiben. Sie nutzen den Einbaum-Mais und verdienen nicht viel Geld.

Aktuell möchte die ruandische Regierung, dass die Bevölkerung mehr in den Dörfern lebt als in der Streusiedlung.

Die Zeichnungen und die Fotos sollen Ihnen eine Idee von dem was oben beschrieben ist, geben. Wir würden uns sehr freuen, auch Neuigkeiten von Ihrer Schule zu erfahren.

Wir wünschen Ihnen ein erfolgreiches Schuljahr für alle Schüler in Dietersheim. Bis zum nächsten mal. Die Schüler der Klassen vier, fünf und sechs.

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Post aus Ruanda 08.03.2010

Sehr geehrter Direktor, liebe Kollegen und Schüler.
Alles Gute für das Jahr 2010 und das dieses Jahr genauso glücklich verläuft wie Sie es sich wünschen.

Sehr geehrte Freunde aus Bingen-Dietersheim,
wir haben den gesamten Erlös vom 2009 bekommen und wir haben uns darüber sehr gefreut. Die Schüler haben davon Schreibhefte, Stifte, verschiedene Bücher und Sportausstattungen bekommen. Außerdem hat das Städtepartnerschaftsbüro in Kigali uns informiert, dass alle Schulen die an dem Partnerschaftsprogramm teilnehmen, alle pädagogischen Materialen für Forschungswissenschaft bekommen werden.

Das neue Schulsystem- basierend auf 9 Jahre - das im Jahre 2009 eingeführt wurde, startete nicht ganz ohne Probleme. Dieses hat uns nicht wirklich überrascht, da dieses ungewöhnliche System mit vielen Änderungen und Konzessionen verbunden war. Dieses Jahr haben wir z.B. in dem Grundschulbereich 617 Jungen und 715 Mädchen, die von 22Lehrern (6 Männer und 16 Frauen) betreut werden. Hinzu kommen im dem höheren Schulbereich 166 Jungen und 227 Mädchen, die von 11 Lehrern (7 Männer und 4 Frauen) betreut werden. Der Grundschulbereich umfasst 16 und der höhere Schulbereich 8 Klassen. Es ist wichtig hier anzumerken, dass wir das sogenannte "double shift system" im Grundschulbereich durchführen, damit alle Schüler von den Räumlichkeiten und den Lehrkräften profitieren können. Dieses System wird "education pour tous" (,,Bildung für alle") genannt. Das Ziel ist es, die Anzahl von Analphabeten in Rwanda zu reduzieren.

Das Schuljahr in Rwanda fängt im Januar an und endet im Ende Oktober. Alle 3 Monate gibt es ca. 2 bis 3 Wochen Ferien. Am Ende des dritten Trimesters haben wir dann 3 bis 4 Monate Ferien. Am Ende jedes Trimesters gibt es eine Evaluierungsprüfung. Es gibt während des Schuljahres verschiedene Wettkämpfe zwischen den einzelnen Schulen. Praxisnahe Aktivitäten wie Zucht und Landwirtschaft und Gesundheitslehre ergänzen das Schuljahresprogramm. Weiterhin gibt es die Staatsprüfung für alle, die einen Lehrzyklus beendet haben. Verschiedene Feiertage werden mit den Schülern mit viel Gesang und Tanz gefeiert.

Unsere Schule ist ideal gelegen da wir in den Nachmittagsstunden immer einen angenehmen erfrischenden Luftzug haben. Der KIVU See - zwischen RDC und Rwanda gelegen - liegt hinter dem Schulhof. Dort haben die Kinder immer viel Spaß. Neben unserem Verwaltungsgebäude liegt das Internat für die Schüler der weiterführenden Schule. Hieran neben aber immer weniger Schüler teil. Zurzeit sind es nur 70 Schüler.

Gott beschütze Euch.
Eure Kollegen von Karengera-Gitwa


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Post aus Dietersheim/Sponsheim Oktober 2009

Sehr geehrter Herr Direktor, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Schüler,

wir bedanken uns herzlich für die vielen wunderschönen Bilder und den Wandbehang, den Sie uns geschenkt haben. Unsere Schulleiterin hat ihn in einen Rahmen spannen lassen, und er bekommt einen Ehrenplatz im Foyer unseres Schulgebäudes in Dietersheim.

Aus Ihrem Brief geht hervor, dass Ihre Schule sich erheblich vergrößert hat und nun auch die Klassenstufen 7 bis 9 unterrichtet werden. Für uns ist es nur schwer vorstellbar, wie so viele Schüler von so wenigen Lehrern unterrichtet werden können. Unsere Schule umfasst ja nur vier Grundschuljahre, und zur Zeit besuchen uns 134 Schüler, die auf zwei erste Klassen, zwei zweite Klassen, zwei dritte Klassen und eine vierte Klasse verteilt sind. In einer Klasse sind zurzeit zwischen 14 und 25 Schüler. Dafür unterrichten bei uns 9 Lehrerinnen, von welchen einige Teilzeit arbeiten, das heißt zwischen 8 und 14 Wochenstunden.

Den Zeichnungen der Schüler konnten wir entnehmen, dass sie an Ihrer Schule jetzt Englisch lernen. Seit einigen Jahren wird in Rheinland-Pfalz Englisch an den Grundschulen unterrichtet, eine Stunde pro Woche oder täglich 10 min. Wenn sie an die weiterführenden Schulen kommen, haben sie 4 bis 5 Stunden Englisch pro Woche. Es würde uns interessieren, ob es für Lehrer Sprachkurse und Fortbildungen gibt, oder ob Sie sozusagen gemeinsam mit den Schülern die englische Sprache lernen.

Außerdem fragen wir uns, ob für die 285 Schüler der weiterführenden Stufe neue Klassenräume angebaut wurden und welche Probleme diese Veränderungen für Sie und Ihre Schüler mit sich bringen.
Aber nun wollen wir Ihnen vom Verlauf des letzten Schuljahres bei uns berichten:
Im November haben wir unseren alljährlichen Laternenumzug zu Ehren des heiligen St. Martin veranstaltet. Der Laternenumzug endete auf dem Schulhof, auf welchem Mitglieder unseres Fördervereins ein großes Feuer entzündet hatten, Die Leute konnten heiße Getränke und Essen kaufen. Auf dem Schulhof waren Tische und Bänke aufgebaut, und der Musikverein spielte Blasmusik.

Im Dezember gab es in einigen Klassen Adventsfeiern mit Eltern und Schülern. Ein weiterer Höhepunkt war der jährliche Besuch des Weihnachtsmärchens. Da wird ein Theaterstück für Kinder aufgeführt.

Nach den zweiwöchigen Weihnachtsferien gab es Ende Januar für die 2.,3. und 4. Klassen die Halbjahreszeugnisse. Die Viertklässler mussten sich damit schon an den weiterführenden Schulen anmelden.

Im Februar feierten wir mit den Kindern in der Schule ,,Fastnacht". Es durften sich alle kostümieren und es wurde gespielt und eine Polonaise getanzt.

März/April gab es zweieinhalb Wochen Osterferien.

Am Ende des Schuljahres, im Juni und Anfang Juli häuften sich die Aktivitäten: es gab ein Sportfest, bei dem die Kinder an verschiedenen Stationen laufen, springen und werfen konnten.
Wir veranstalteten außerdem einen ,,Solidaritätsmarsch", das heißt, die Kinder haben bei ihren Eltern und Nachbarn Spenden für Ihre Schule gesammelt, und wir haben dies mit einem Wandertag für die ganze Schule verbunden. Dieses Mal sind dabei 1350 € zusammen gekommen, worauf wir sehr stolz sind, denn wie Sie wissen, sind wir ja nur eine kleine Schule.
Zum Abschluss gab es noch eine Projektwoche, in welcher sich die Schüler intensiv mit besonderen Themen beschäftigen konnten. Die Ergebnisse ihrer Projekte konnten sie dann am Schulfest, zu dem auch alle Eltern und Verwandten eingeladen waren, präsentieren.

Kurz bevor die sechswöchigen Sommerferien begannen, erhielten wir Ihre Post. Viele Bilder haben wir im Foyer unserer Schule aufgehängt.

Mit herzlichen Grüßen

Das Kollegium der Grundschule Bingen-Dietersheim


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Post aus Ruanda 29.09.2009

Gott und Friede sei mit Euch.. . .

Unsere Grundschule KARENGA B wird jetzt unter dem Namen GROUPE SCOLAIRE KARENGERA-GITWA geführt.

Mit Einführung des neuen Schulsystems (Schuldauer 9 Jahre) hat das Erziehungsministerium unseres Distrikts Nyamascheke entschlossen, die beiden Schulformen Grundschule (KARENGA B) und weiterführende Schule (TRONC COMMUN) - die sich ebenfalls am selbigen Ort befindet und den Namen ESI (ecole secondaire infrérieure) führte - zusammen zu legen und unter dem Namen GROUPE SCOLAIRE KARENGERA-GITWA zu führen.

Alle Schulen werden in der Zukunft unter dem neuen Namen GROUPE SCOLAIRE geführt, damit das Wort inférieure (niedriger) nicht als eine Art der Herabstufung verstanden wird, da im neuen System die zwei unterschiedlichen Schülerniveaus kombiniert werden. Da sich in ganz unsere Nähe eine weitere Schule mit dem Namen GROUPE SCOLAIRE KARENGERA und eine andere Schule mit dem Namen GROUPE SCOLAIRE GITWA befindet, tagen wir zur besseren Unterscheidung den Namen GROUPE SCOLAIRE KARENGERA- GITWA.
Ab heute und für die Zukunft sprechen wir also nur noch von der GROUPE SCOLAIRE KARENGERA-GITWA und nicht mehr von KARENGA .B oder ESI (ecole secondaire infrérieure) .

Liebe Kinder und Lehrerkollegen, wir hoffen, dass sie sich durch diese Veränderung nicht zu sehr gestört fühlen und hoffen, bald wieder von Ihnen zu hören.

Der Direktor
Daniel Barekayo

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Post aus Karengera, 15.05.2009

Liebe Lehrer-Kollegen
von Rheinland-Pfalz
Grundschule von Bingen-Dietersheim

Wir sind sehr glücklich Ihnen herzlichst unsere wichtigsten Neuigkeiten mitzuteilen.

Zunächst möchten wir Ihnen für die Spenden danken und die entzückenden Bilder, die Ihre Kinder an unsere geschickt haben. Gott segne Sie alle!

Bezüglich unserer Entwicklung haben sich seit dem Anfang des Schuljahres viele Veränderungen zugetragen. Das Basis-Schulsystem von 9 Jahren, beinhaltet die Grundstufe (niveau primaire) von 6 Jahren und die weiterführende Stufe (niveau secondaire) von 3 Jahren (gemeinsamer Bildungsweg). Daher unterrichten in unserer Schule 18 Lehrer, von denen 12 Frauen und 6 Männer sind, 1310 Kinder der Grundstufe, während 8 Lehrer, davon 2 Frauen und 6 Männer, die weiterführende Stufe Unterricht geben. Die Schule zählt also 1595 Schüler. Sie bleibt weiterhin in der Nähe des Kivu Sees bestehen, der zwischen Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo liegt.

Bald beginnt die Trockenzeit von etwa 4 Monaten, die die intellektuelle Arbeit nicht gerade vereinfacht. Jedoch fallen die kleinen Ferien von 4 Wochen genau-in die Mitte dieser Zeit, um unsere Kinder nicht zu sehr zu ermüden, Zum Schluss, habt ein erfolgreiches Jahr, glücklich und voller Erfolg. Es lebe die Partnerschaft Karengera- Bingen!

Ihre Kollegen aus KARENGERA

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Post aus Dietersheim/Sponsheim November 2007

Liebe Kollegen der Ècole primaire de Karengera,

vielen Dank für Ihren informativen Brief. Es freut uns sehr, zu erfahren, dass unsere Schulpartnerschaft solch positive Auswirkungen auf Ihre Schule hat. Die wunderbaren Zeichnungen Ihrer Schülerwaren für uns sehr lehrreich, da sie uns einen Einblick in den Alltag Ihres Landes gegeben haben. Wir waren alle von den zeichnerischen Fähigkeiten Ihrer Schüler beeindruckt.

Offensichtlich gibt es große Unterschiede zwischen Ihrer und unserer Schule aufgrund der sehr verschiedenen Lebensbedingungen in Ruanda und Deutschland. Ilm Augenblick haben wir 125 Schüler, die von acht Lehrern unterrichtet werden. Die Klassenstärke liegt zwischen 12 und 30 Schülern pro Klasse. Wie Sie auf den beigelegten Fotos sehen können, sind unsere Klassensäle sehr gut ausgestattet. Im Foyer unserer Schule haben wir die Briefe, Fotos und Zeichnungen, die wir von Ihnen erhalten haben, aufgehängt. Wir sind sehr stolz darauf, dass die Ècole primaire de Karengera unsere Partnerschule ist.

Ihre Schüler möchten von unseren Schülern wissen, wie bei uns der Fischfang und die Landwirtschaft funktionieren. Das ist für uns schwer zu beantworten, weil wir nur ein Kind an der Schule haben, dessen Eltern Bauern sind. Ansonsten arbeiten die Eltern in vielen verschiedenen Berufen, wie zum Beispiel in Büros, im Handel oder handwerkliche Berufe. Obwohl der Rhein und die Nahe Gewässersind, in denen Fische leben, spielt der Fischfang zur Ernährung bei uns keine Rolle. Wir kaufen die Fische, meist tiefgefroren im Geschäft. Gefangen werden sie von großen Schiffen auf den Weltmeeren. Wir haben Kopien aus Büchern beigelegt, die bei uns vorkommende Fischarten und landwirtschaftliche Fahrzeuge und Geräte zeigen. Die nunmehr vierte Klasse hat sich sehr über den Brief der dritten Klasse Ihrer Schule gefreut. Es war für uns sehr interessant, zu erfahren, wie in Ruanda eine Hochzeit gefeiert wird. In diesem Jahr haben wir bei unserem Schulfest im Juni wieder Spenden für Ihre Schule gesammelt. Die Schüler haben einen Flohmarkt veranstaltet, bei dem sie eigene Spielzeuge, Bücher und Gebasteltes verkauft haben. Bei dieser Aktion sind 500 € zusammen gekommen, die wir an Sie weiter geleitet haben.

Viele Grüße, alles Gute und weiterhin viel Erfolg wünscht Ihnen herzlichst das Kollegium der Grundschule Bingen-Dietersheim

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Post aus Ruanda 10.06.2008

Karengera, den 10. Juni 2008

Liebe Freunde der dritten Klasse der Grundschule Bingen-Dietersheim,

ich freue mich sehr euch mitzuteilen, dass wir am 1.3.2008 Nachwuchs in unserer Familie bekommen haben. Sie heißt Marie.

Acht Tage nach ihrer Geburt hat mein Vater die ganze Familie eingeladen, um ihr ihren Namen zu geben. Es waren meine Großeltern, die Tanten, die Cousinen, die Onkels, die Nachbarn und auch kleine Kinder da.
Wir haben Getränke vorbereitet, wie Bananenwein, Bier aus Moorhirse, Bananensaft und Speisen wie zum Beispiel Kartoffeln, Bananen und Bohnen.

Nachdem wir gegessen hatten, gaben wir das Wort an die Gäste um dem Kind seinen Namen zu geben. Wir begannen mit den kleinen Kindern, anschließend die Nachbarn und die Familienmitglieder. Jeder gab einen Nachnamen und einen Vornamen. Ich nannte sie MAHORO Jeanne und zum Schluss gab mein Vater ihr den Namen MUTEST Marie, welcher dann auch beibehalten wurde.

Dieses Fest erinnerte mich an den Tag als meine große Schwester verheiratet wurde. Das war im Juli 2007 weil normalerweise viele Hochzeiten im Sommer stattfinden, von Juni bis August und nicht von September bis Dezember, da dies die Regenzeit ist. Das sind die günstigen Zeiten, da wir zu Fuß gehen und die Zeremonien draußen vor dem Haus stattfinden.

Am Tag der Hochzeit war die ganze Familie versammelt. Die Familie hat der Braut Dinge für ihren neuen Haushaltgekauft, wie zum Beispiel Schalen und Laken. Der Bräutigam hat schon seine Aussteuer gegeben: eine Kuh, 4 Hacken und 1 Kanister. Die Dinge wurden von den jungen Frauen und einigen Jungen transportiert. Vor dem Auszug aus dem Hause, bekam meine große Schwester die letzten Ratschläge von meiner Tante bezüglich des Verhaltens um einen guten Haushalt zu führen und in Frieden mit ihrem Ehemann zu leben.

Während des ganzen Auszugs gingen wir singend. Diejenigen die Dinge brachten waren vorne, die Braut in der Mitte, ich, meine Eltern, die Freunde und Nachbarn gingen glücklich hinter ihr her.

Bevor wir zu meinem Schwager gingen, gingen wir noch zur Kirche. Als wir bei meinem Schwager ankamen, wurden wir von einer großen Menge aufgenommen. Wir hielten Reden bezüglich der Hochzeit. Aus meiner Familie sprach mein Onkel väterlicherseits und von der Seite des Bräutigams wurde die Rede vom Cousin gehalten. Diesbezüglich verstehe ich nicht, weshalb nicht die Frauen bei solchen Zeremonien Reden halten dürfen. Frage ich meinen Vater, so antwortet er, dass dies die ruandische Kultur sei. Nach all den Reden haben wir gegessen, getrunken und sind dann nach Hause gekehrt. Ich darf nicht vergessen euch zu sagen, dass meine Eltern nicht zu meinem Schwager kamen. Unsere Kultur erlaubt es nicht. Wir werden zu ihnen kommen, wenn die Jungvermählten die Eltern des Mädchens einen allgemeinen Besuch abgestattet haben. Dies ist am Tag nach der Hochzeit. Die Eltern des Jungen nehmen an allen Zeremonien teil.

Als wir nach Hause kamen war ich traurig, da ich nicht mehr mit meiner großen Schwester zusammen war und ich dachte nur daran, dass nun ich alle Arbeiten verrichten muss die sie vorher tat. Wie zum Beispiel Wasser in einer Entfernung von 1,5 km schöpfen, die Ziegen füttern, meiner Mutter bei Anpflanzen und Zubereiten des Essens helfen. Ich hatte Angst, dass ich die Schule verlassen müsste, aber Gott sei Dank, ich schaffe diese Arbeiten und ich studiere.

Nichts desto trotz, kostet die Hochzeit viel Geld , Zum Glück hat die Gemeinschaft die gute Tradition dem zu helfen, der die Hochzeit ausführt. Ich erinnere mich an Frauen die mit Körben voller Mais, Soja und Maniok kamen und Frauen die Getränke brachten. Das war gut.

Danke und viel Glück!

Wir sind immer für euch da, die Kinder des dritten Jahrgangs.
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Post aus Ruanda 10.06.2008

Liebe Kollegen, liebe Eltern der Grundschule Bingen-Dietersheim,

es ist für uns Schüler des sechsten Jahrgangs in Karengera eine große Freude, nochmals die Gelegenheit zu bekommen euch zu schreiben und euch über unsere Neuigkeiten hier zu berichten.

Jetzt sind wir schon fast am Ende des zweiten Trimesters, das am 1 1.07.2008 endet. Die Ergebnisse des ersten Trimesters waren im allgemeinen gut, da die meisten Schüler die Hälfte der Examenspunkte erlangten. Daher war die Freude groß, als die Punkte verlesen wurden.

Aber wisst ihr denn überhaupt wie dieser Tag verläuft? Also, die Schule lädt alle Eltern ein, um uns in der Kirche zu versammeln, da wir keinen Versammlungsraum haben. Die Feierlichkeiten beginnen mit einem Lied eines Schülerchors, da jede Klasse ihren eigenen Chor hat. Nach diesem Lied hören wir der Predigt eines Priesters zu' Anschließend hält der Direktor eine Ansprache für die Gäste und berichtet kurz über das beendete Trimester.

Nach dieser Rede kam der von allen sehr mit Neugierde erwartete Moment: die Bekanntgabe der Punkte.
Es wird mit dem ersten Jahrgang begonnen und mit dem letzten Jahrgang geendet. Jeder Schüler erhält seinen Schein, den er sofort seinen Eltern zeigt. Die drei Besten jeder Klasse werden vom Direktor und vom Vorsitzenden der Elternsprecher beglückwünscht und erhalten anschließend von allen einen Applaus. Zum Ende des Jahres erhalten die drei Besten Belohnungen, wie zum Beispiel Hefte, Stifte, Geometriematerial etc.,. und schließlich hört man den Reden des Vorsitzenden der Elternsprecher, der den Schülern und den Lehrern für ihre Arbeit dankt, der aber auch die Arbeit des nächsten Trimesters präsentiert. Die Feierlichkeit wird mit einem weiteren Lied des Chores beendet.

Wir möchten euch aber auch von den Vorteilen unserer Partnerschaft berichten. Vor langer Zeit hörten wir im Radio über Deutschland und Rheinland-Pfalz berichten, doch wir wussten nicht viel über euer Land. 2005, wir waren gerade im dritten Schuljahrgang, erzählte uns unser Direktor, dass ein Schule aus Rheinland-Pfalz eine Partnerschaft mit Karengera eingeht. Seit diesem Jahr versucht jeder Schüler etwas über Deutschland zu erfahren. Zum Glück helft ihr uns mit euren Briefen, indem ihr uns berichtet wie ihr Feste feiert, wie eure Schule gestaltet ist, einige Spiele. Doch wir haben noch immer einige Fragen die uns sehr neugierig machen. Zum Beispiel:
-Welche Methoden benutzt man bei euch in der Landwirtschaft?
Bei uns ist die Landwirtschaft traditionell. Bäume werden bei uns mit der Machete geschnitten und Felder werden mit der Hacke bearbeitet. Auf einem Acker werden mehrere Kulturen angepflanzt. Mehr als 90% unseres Landes ist von Landwirtschaft geprägt.

-Wie funktioniert bei euch der Fischfang?
Bei uns wird der traditionelle Fischfang ausgeführt. Der Fischer befindet sich in einem Einbaum und er benutzt ein Netz, das er mit der Hand zieht.

-Wie sieht die Schuluniform für Mädchen und Jungen aus?
Bei uns tragen die Jungs khakifarbene Hosen und Hemden, die Mädchen blaue Kleider.

Wir danken euch ebenfalls für eure Bilder, Fotos und Karten aus Deutschland die ihr uns geschickt habt. Wir können nie eure Schule vergessen, da eure Andenken überall bei uns in der Schule zu finden sind: Briefe, Fotos, Bilder, Karten, Bälle, Schreibpulte, Hefte, einige Konstruktionen, nicht zu vergessen die Besuche durch die Mitglieder des Koordinationsbüros von Kigali. Der letzte Besuch war im März 2008 als die Ansprechpartnerin Kerstin Gollembiewsk uns besuchte und Hefte, Stifte und Bälle verteilte. Sie sagte uns, dass die Fotos, die von diesem Tag gemacht wurden an unsere Schule geschickt werden. Ruanda hat vom Bundespräsidenten vom 6.-8. 02.200g erhalten. Alle Menschen waren froh ihn Empfangen zu dürfen, Wir haben ihn, da wir sehr weit von der Hauptstadt Kigali, etwa 146 km, leben, nur im Radio verfolgt.

Bevor wir den Brief beenden wollen wir euch noch sagen, dass die Zahl der Schüler jedes Jahr steigt, da die Ergebnisse unserer Partnerschaft von unserer Schule ein gutes Bild und einen guten Ruf abgibt. So waren wir 2007 noch 1 133, 2008 bereits 1281.

Wusstet ihr das?
-Die Stadt Kigali wurde 1907 durch den Deutschen Richard Kondt gegründet. -Viele Menschen in Ruanda hören die Sendungen im deutschen Radio << Die Stimme Deutschlands >>, da sie auf FM und Kurzwelle übertragen wird.

Zum Abschluss danken wir euch sehr und hoffen, dass ihr uns auf unsere Fragen Antwortet und vielleicht informiert ihr uns auch überandere Dinge.

Gott segne euch!

Für die sechste Jahrgangsstufe:
Klassensprecher: Jean d'Amour
Klassensprecherin : Odette

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Post aus Dietersheim/Sponsheim November 2007

Liebe Kinder der Klasse 3a,

Bingen, November 2007

Wir haben uns sehr über eure Post gefreut. Mittlerweile sind wir 30 Kinder in der Klasse 3a, davon haben wir 18 Jungen und 12 Mädchen. Die drei neuen Schüler heißen: Natalie, Marcel und Max. Für die vielen Informationen wollen wir uns bedanken. Ihr habt gefragt, was wir gerne essen: Fleisch, Kartoffeln, Nudeln und Pizza. Manche Kinder essen auch gerne Salat und Gemüse wie Karotten, Erbsen und Blumenkohl. Morgens und abends essen wir meistens Brot mit Käse, Marmelade oder Wurst. Zur Mittagszeit essen wir eine warme Mahlzeit.

In Deutschland feiern wir Weihnachten am 24, Dezember. Wir treffen uns mit der Familie, essen am Abend gemeinsam etwas Gutes und verteilen die Geschenke. Im Wohnzimmer stellen wir einen Tannenbaum auf, der mit glänzenden Kugeln und Sternen aus Stroh geschmückt wird. Viele Familien gehen auch in den Weihnachtsgottesdienst. Wir haben zwei Wochen Weihnachtsferien, und wenn es schneit, spielen wir gern draußen, fahren Schlitten und bauen einen Schneemann. Unseren Eltern müssen wir kaum helfen, so haben wir viel Zeit zum Spielen. In unserer Klasse sind nur die Eltern eines Kindes in der Landwirtschaft tätig, die meisten Eltern sind in Büros und verschiedenen Firmen angestellt. Manche sind Handwerker und manche arbeiten im Verkauf oder im Management von Firmen

Ihr habt auch nach den Waisenkindern in Deutschland gefragt. Da wir seit über 60 Jahren keinen Krieg mehr hatten, gibt es bei uns nicht so viele Waisenkinder. Sie leben in Heimen, in Pflegefamilien oder werden von Ehepaaren, die selbst keine Kinder bekommen können, adoptiert. So werden sie bei uns ganz gut versorgt.

Am 08. Nov. haben wir an unserer Schule das Martinsfest gefeiert. Zuerst fand ein Gottesdienst in der Kirche statt, dann versammelten sich die Kinder mit ihren Eltern zu einem Laternenumzug durch die Straßen des Ortes. Der Laternenumzug ist immer abends, damit man die bunten Papierlaternen schön leuchten sieht. Angeführt wird der Zug von einem Mann auf einem Pferd, der den heiligen Martin darstellen soll. Er trägt einen römischen Soldatenhelm, ein Holzschwert und einen roten Umhang. Kennt ihr die Geschichte vom heiligen St. Martin? Der Zug endet bei uns jedes Jahr auf dem Schulhof, wo ein großes Feuer brennt. Die Leute können sich dann Glühwein, heißen Saft und etwas zu essen kaufen. Die Feier dauert etwa zwei Stunden.

Wir würden euch sehr gerne einmal besuchen, um euch richtig kennen zu lernen und euer schönes Land zu erkunden. Leider ist ein Flug nach Afrika sehr teuer, daher sehen wir im Moment keine Möglichkeit dafür.

Wir wünschen euch alles Gute und fröhliche Weihnachten!

Eure Klasse 3a

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Post aus Dietersheim/Sponsheim November 2007

Bingen, November 20O7

Liebe Kolleginnen und Kollegen der Ecole Primaire de Karengera,

wir haben uns sehr über Ihre Post gefreut. Vielen Dank für die informativen Briefe und die vielen schönen Bilder!

Die Kinder unserer Schule haben diesmal auch Bilder von unserem Laternenumzug zu St. Martin, der Anfang November stattfindet, dazu gelegt. St. Martin reitet auf einem Pferd in der Verkleidung eines römischen Soldaten vorneweg und die Kinder gehen mit ihren bunten Laternen hinterher. Es gibt auch Bilder, die unsere Weihnachtsbräuche zeigen: man sieht den geschmückten Tannenbaum, der in den meisten Familien im Wohnzimmer steht. Darunter liegen die bunt verpackten Geschenke. Manche Bilder zeigen auch Szenen aus einer Comic- Serie, die die Kinder im Fernsehen anschauen.

Dieses Jahr haben wir im Juni wieder an der ,,Aktion Tagwerk" teilgenommen. Wir haben ein Sportfest veranstaltet, bei welchem die Kinder sich in den Disziplinen: Weitwurf, Hürdenlauf Weitsprung, Seilspringen und Dauerlauf beweisen mussten. Den Dauerlauf haben wir zu einem Sponsorenlauf gemacht, um Geld zu sammeln, damit wir Ihre Schule unterstützen können. Dabei haben die Eltern, Großeltern und andere Verwandte insgesamt 1.748 Euro gespendet. Das Büro der "Aktion Tagwerk" hat das Geld aber erst vor kurzem an das Innenministerium weitergeleitet- Wir hoffen, dass es bald bei Ihnen ankommt. Wir hoffen auch, dass unsere Spendensammlung vom letzten Jahr gut bei Ihnen angekommen ist, und dass Sie das Geld sinnvoll einsetzen konnten.

In dem Brief unserer jetzigen dritten Klasse haben wir die Fragen, die Ihre Schüler uns gestellt haben, beantwortet. Er richtet sich nicht nur an Ihre Klasse 3a, sondern an alle Schüler! Da es bei uns nur wenige Leute gibt, die die französische Sprache gut beherrschen, und da wir nur eine kleine Schule sind, können wir nicht von jeder Klasse einen Brief schreiben lassen.

Wir würden uns freuen, mehr von Ihrer Kultur und Ihrem Alltag zu erfahren. Unsere Schüler sind sehr neugierig, und es füllt ihnen schwer, sich das Leben als Schüler in Karengera vorzustellen. Vielleicht können Sie uns einen weiteren Einblick in den Alltag und besondere Aktivitäten Ihrer Schule geben? Einen Besuch werden wir in absehbarer Zeit leider nicht machen können, da die Reisekosten zu hoch sind.

Zum Schluss möchten wir Ihnen und Ihren Schülern noch ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein glückliches neues Jahr wünschen!

Viele herzliche Grüße

Das Kollegium der Grundschule Bingen-Dietersheim

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Post aus Ruanda 14.05.2007

Karengera, 14.05.2007

Liebe Kollegen der 4b Grundschule in Bingen-Sponsheim,

wir waren sehr erfreut ihren Brief vom Februar 2007 zu erhalten. Er hat uns die Organisation des Unterrichts in Deutschland gezeigt, die wir nicht kennen. Vielen Dank.
Wir werden euch auch schnell die Organisation des Unterrichts in Ruanda mitteilen. Es gibt einen großen Unterschied: Wir sind 45 Schüler in unserer Klasse, 25 Mädchen und 20 Jungen. Wir haben 13 ganze Schuljahre, denn wir beginnen die erste Klasse mit 7 Jahren. Das Lernen ist nicht einfach, denn wir sind sehr viele in einer Klasse.
Das 6. Schuljahr ist die letzte Klasse in der Grundschule. Unsere Klasse ist also Im letzten Schuljahr in der Grundschule. Am Ende des 3. Quartals machen wir die "nationale Prüfung". Noch dieser Prüfung gehen die einen auf die Ecole secondaire (etwa Realschule), die anderen fangen eine Ausbildung an. Es gibt auch noch die, die zu Hause bleiben, um den Eltern zu helfen, weil sie die nationale Prüfung nicht bestanden haben.
Diejenigen, die auf die Realschule gehen, machen diesen Abschnitt in 3 Jahren. Im 3. Jahr macht man eine Prüfung, die es einem bei Bestehen erlaubt, weitere3 Jahre eine Ausbildung hier zu machen. Im 3. Jahr macht man dann das Examen, um ein Diplom zu erlangen. Diejenigen, die die meisten Punkte haben, dürfen an den Universitäten weiter lernen oder sie beenden die Ausbildung mit dem Abschlusszeugnis (etwa Abitur).
Bei uns in Ruanda ist die Ausbildung in 3 Quartale eingeteilt:
- das 1. Quartal beginnt im Januar und endet im März
- das 2. Quartal beginnt in der 3. Woche im April und endet Mitte Juli
- das 3. Quartal beginnt Mitte August und endet Ende November.
Der Unterricht beginnt um 7.30 Uhr und endet um 16.30 Uhr.
Hier ist unser Stundenplan:
von 7.30 Uhr bis 8.00 Uhr : eigene Übungen
von 8.00 Uhr bis 10.30 Uhr: Unterricht
von 10.30 Uhr bis 10.45 Uhr: Pause
von 10,45 Uhr bis 12.25 Uhr: Unterricht
von 12.25 Uhr bis 14.00 Uhr: Erholung
von 14.00 Uhr bis 16.30 Uhr: Unterricht
Der zweite Teil des Unterrichts wird auf französisch gehalten, außer die Sprachen Englisch und Kinyarwanda. Der erste Teil des Unterrichts wird in Kinyarwanda gehalten, außer die Sprachen Englisch und Französisch. Die Lehrerin schreibt an die Tafel und wir schreiben es in unsere Hefte. Nach dem Unterricht gehen wir zurück nach Hause, um unseren Eltern bei den verschiedenen Arbeiten zu helfen und um unsere Hausaufgaben zu machen. Am Wochenende haben wir keinen Unterricht, wir gehen dann in die Messe oder den Gottesdienst.
Von den Kindern im Alter von 4 bis 7Jahren gehen einige in den Kindergarten. Aber es sind nicht viele, weil die Eltern die Aufgabe übernehmen und unsere Eltern nicht so viel Geld haben. Aber es ist auch eine Frage der Entfernung, da wir im Durchschnitt 5km zur Schule gehen müssen. Das ist ein weiter Weg für ein Kind, besonders unter 7 Jahren. Bevor wir aufhören, möchten wir euch nach eurer Kultur fragen, den gesprochenen Sprachen, der Unterrichtssprache. Wie ist die Landschaft und das Klima bei euch? Hier haben wir viele Berge, deswegen wird Ruanda das Land der tausend Hügel genannt. Wir kennen keinen Winter. Wir würden auch gerne eine Deutschlandkarte sehen, um zu wissen, wo eure Schule ist

. Philemon: Unsere Schule nimmt oft on Wettbewerben teil, die vom Austauschbüro organisiert werden. Beim Wettbewerb im Juni 2006 haben wir den 3. Platz von den Schulen in Ruanda gemacht. Dieses Jahr wird das Ergebnis des Austausches der Partnerschulen zwischen Ruanda und Rheinland-Pfalz zum 25. Mal verkündet. Wir wollen euch das Ergebnis später mitteilen.

Dass Gott euch segne.

Geschrieben von den Schülern und Schülerinnen der Klasse 6b der Grundschule in Karengera.
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Post aus Ruanda 14.05.2007

Karengera, 14.05.2007

Ihr lieben Brüder und Schwestern der Klasse 2A, guten Tag.

Zu allererst grüßen wir euch. Wir hoffen, dass ihr alle gesund seid. Gelobt sei Gott, der es uns ermöglicht euch herzlich zu danken für den Brief und die schönen Zeichnungen, die ihr uns geschickt habt. Wir sind die Schüler der Klasse 2a, wie ihr. Unsere Klasse zählt 50 Schüler, wovon 30 Mädchen und 20 Jungen sind, unterrichtet von einer Lehrerin, die 50 Jahre alt ist und jeden Tag den langen Weg von 5 Kilometern zurücklegt um zur Schule zu kommen. Wir essen Süßkartoffeln, Bananen, Maniok, Corcase und Maiskolben und es gibt in guten Jahren manchmal Reis und Fleisch. Was esst ihr denn häufig bei euch? Im Moment sind wir Im 2. Trimester, das am 29.4.2007 begonnen hat, nach der Zeit der Staatstrauer, das heißt dem Gedenken an den Völkermord. Während dieser Zeit gedenken alle Bürger von Ruanda Ihrer Mitbürger, die während des Völkermordes ihr Leben verloren haben. Einige der Überlebenden sind traumatisiert. Bei uns an der Schule konnten wir 10 kg Bohnen sammeln um den Waisenkindern zu helfen. Jeder Schüler hat auch 30 RFr. (-0,04 €) für die Waisenkinder gespendet. Die Staatstrauer für den Völkermord dauert eine Woche. Hier in Ruanda feiern wir Weihnachten im Monat Dezember, am 25,12., während der kleinen Regenzeit. Während dies er Zeit haben wir Weihnachtsferien und wir helfen unseren Eltern bei den verschiedenen landwirtschaftlichen Tätigkeiten wie dem Transport von Mist und Kompost. Wir suchen auch Gras für die Kühe, Ziegen, Schafe, Kaninchen und Schweine. Bei uns gibt es auch das Osterfest, das im Monat April liegt, in dem Monat, in dem auch die Zeit der Staatstrauer für den Völkermord ist. Dies führt dazu, dass einige Kinder sich auch in dieser Zeit um den Haushalt kümmern.
-Jacqueline: Ich bin ein Mädchen und lebe mit meiner großen Schwester zusammen, die 18 Jahre alt ist. Ich bin Waisenkind, ohne Vater und Mutter. Aus diesem Grunde ist mein Leben schwierig. Wie hilft man den Waisenkindern bei euch?
-Bosco: Bei uns im ersten Schulzyklus, das heißt in der 1.,2. und 3. Klasse, haben wir im Klassenraum eine Doppelbesetzung. Die einen Schüler kommen am Vormittag, die anderen am Nachmittag. Bei uns zu Hause sind wir zwei Brüder und eine Schwester. Wir teilen uns immer die Hausarbeit. Unsere Familie lebt nahe dem See Kivu in einer Hütte mit zwei kleinen Zimmern. Unsere Hütte ist mit trockenem Gras bedeckt, was dazu führt, dass wir, wenn es regnet, nicht mehr gut schlafen können.
-Jean: Ich bin ein begeisterter Fußballspieler. Ich grüße alle Fußballspieler bei euch.

Am Ende unseres Briefes, liebe Freunde der2. Klasse, wollen wir euch sagen, dass wir euch gerne mit unseren eigenen Augen sehen wollen. Kommt uns doch besuchen. Wir erwarten euch.

Die Schüler der Klasse 2a der Grundschule von Karengera
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Post aus Dietersheim/Sponsheim Juli 2006

Liebe Kollegen, liebe Schüler,

Vielen Dank für die vielen schönen Fotos und die wunderschönen Schülerarbeiten, die Sie uns zugeschickt haben. Unsere Schüler waren sehr beeindruckt von der hohen Qualität der Zeichnungen, vor allem der Landkarten.
In diesem Jahr haben wir wieder an der ,,Aktion Tagwerk" teilgenommen. Wir haben einen Solidaritätsmarsch veranstaltet um Spenden für die Unterstützung Ihrer Schule zu sammeln. Für uns war das ein schöner Wandertag, an dem alle 147 Schüler unserer kleinen Schule teil- genommen haben. Wir sind sehr stolz darauf, Ihnen in diesem Jahr einen Betrag von 2000 € zur Verfügung stellen zu können!
Zur Zeit sind hier alle von der Euphorie, die durch die Fußballweltmeisterschaft in unserem Land verursacht wird, angesteckt. Daher lautete dieses Mal das Motto unseres jährlichen Schulfestes: ,,Die Welt zu Gast in unserer Schule'.. Jede Klasse hatte eine Station zu einer Nation, die an der Fußballweltmeisterschaft teilnimmt aufgebaut und die Kinder konnten zu jeder Nation ein sportliches Spiet machen. Die örtlichen Musikvereine unterhielten Eltern und Großeltern mit Musik und Gesang. Das Fest fand am 0l .07.06 statt. Gibt es an Ihrer Schule auch ein Fest, an dem Schüler, Eltern und Lehrer teilnehmen? Wir würden uns freuen, noch weitere Einzelheiten aus Ihrem Schulalltag zu erfahren, damit wir uns noch besser kennen lernen können. Am 14. 07.06 haben wir den letzten Schultag, Die Kinder bekommen ihre Zeugnisse und danach werden wir sechs Wochen lang Sommerferien haben, bevor das neue Schuljahr beginnt. Nicht nur die Schüler, sondern auch wir Lehrer freuen uns schon darauf, vor allem weil es in letzter Zeit so heiß geworden ist, dass es uns allen schwer ftillt, noch konzentriert zu arbeiten.
Wir haben diesem Brief noch einige Bilder unseres Solidaritätsmarsches und Bilder von der Fußballweltmeisterschaft, sowie einige Schülerbilder hinzugefügt und wünschen Ihnen und Ihren Schülern viel Freude damit.
Mit vielen lieben Grüßen

Das Kollegium der Grundschule Bingen-Dietersheim

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Post aus Ruanda 20.03.2006

Liebe Kollegen,
mit diesem Brief möchten wir Ihnen die besten Grüße senden und unsere große Freude ausdrücken, die Dank unserer Partnerschaft entstanden ist. Sie erlaubt uns unsere Gedanken, unsere Kenntnisse und vor allem unsere Freundschaft zu erweitern.
Wir haben uns sehr gefreut über die Fotos unserer Lehrerkollegen, der Schüler, der hübschen Klassenräume und über die tollen Zeichnungen der Schüler verschiedenen Alters. Im Gegenzug haben wir uns entschieden, Ihnen die Fotos unseres hiesigen Lehrerkollegiums zu senden. Wir senden sie zusammen mit den Fotos der Schüler, die zeigen, wie groß unsere Freude über den letzten uns zugesandten Brief war.
Um uns kennen zu lernen, ist zunächst zu sagen, dass die Grundschule von Karengera 15 Lehrer und einen Schulleiter hat. Es sind 10 Frauen und 6 Männer. Die Schule besteht aus zwei Teilen und zwar der Grundschule Karengera A und Grundschule Karengera-Gitura. Die Gesamtzahl der Schüler beträgt 1170 für das Schuljahr 2006. Unter ihnen sind 235 Waisen und 255 Bedürftige, die ein unglückliches Leben führen (Fehlen von Kleidung, Fehlernährung, Mangel an Schulmaterial. . .).
Unsere Klassen sind überfüllt, da es an Klassenräumen mangelt. Unsere Schule ist so arm, dass wir selbst noch nicht einmal einen Klassenraum bauen können.
Zum Schluss ist es uns sehr wichtig, Ihnen für Ihre Spende zu danken, die wir über das Büro der Partnerschaft von Rheinland-Pfalz erhalten haben. Sie ermöglicht uns 1/3 unseres Problems der Schulbänke und Toiletten (Latrinen) zu lösen.
Für das Lehrerkollegium von Karengera

Etienne Musabyimana

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